Neuer Chefarzt in der Frauenklinik

Maik Thieme besetzt die seit fast einem Jahr vakante Stelle im Glauchauer Krankenhaus. Er hat einiges vor.

Glauchau.

Der Weg nach Glauchau ist ihm nicht schwer gefallen. Elf Jahre lang war Maik Thieme Chefarzt für Frauenheilkunde an der Klinik des Burgenlandkreises in Zeitz. Als dort im September letzten Jahren Insolvenz angemeldet wurde und eine Umstrukturierung anstand, sah sich der heute 53-Jährige nach Alternativen um und wurde in Glauchau fündig. Das Krankenhaus "Rudolf Virchow" wollte die seit Februar 2019 freie Chefarztstelle der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wieder besetzten. Es hat gepasst: Seit Jahresbeginn steht Maik Thieme an der Spitze der Glauchauer Frauenheilklinik. Und er hat einiges vor.

So will er zum Beispiel der onkologischen Chirurgie, also dem operativen Entfernen von Krebserkrankungen, eine größere Bedeutung zukommen lassen und den Bereich ausbauen. Hinzu kommt das breite Spektrum der Gynäkologie mit ihren Standardoperationen, Senkungs- und Inkontinenzoperationen und der Brustchirurgie. Darüber hinaus will Thieme das Vertrauen zu den niedergelassenen Gynäkologen und deren Patienten stärken sowie die eigene Abteilung neu ausrichten.

Zur Erinnerung: Vor knapp einem Jahr musste aufgrund mehrerer Krankheitsfälle die Abteilung Geburtshilfe vorübergehend schließen. Nunmehr betreut das Team der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit sechs Ärzten, acht Hebammen, einer Hebammenschülerin und 19 Schwestern die Patientinnen. Es stehen insgesamt 30 Betten und drei Kreißsäle zur Verfügung. Vielfältige Geburtsmethoden werden angeboten. "Und wir bieten einen regionalen, familiären Service, ein umfangreiches Kursangebot vom Geburtsvorbereitungskurs bis zur Babymassage."

Maik Thieme ist in Altenburg geboren. Nach einem Geologie-Studium an der Bergakademie Freiberg entschloss er sich nach der Wende zu einer beruflichen Neuorientierung. Nach einem pflegerischen Praktikum absolvierte er das Medizin-Studium an der Universität Leipzig. Für die Gynäkologie entschied er sich während eines Praktikums an der Universitäts-Frauenklinik, bei dem er gleich zu Beginn die Möglichkeit hatte, an großen Krebsoperationen mitzuwirken.


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