Neuer Radweg endet noch in einer Sackgasse

Verbindung zwischen Oberschindmaas und VW-Werk eingeweiht

Dennheritz.

Wolfgang Gruner ist vom neuen Radweg zwischen Dennheritz und Mosel begeistert. "Hier fühlt man sich als Radfahrer wohl. Der Weg ist breit genug, lässt sich gut fahren und bietet einen tollen Ausblick", sagte der 70-jährige Rentner aus Dennheritz, der am Dienstagnachmittag kurz nach der feierlichen Verkehrsfreigabe zu den ersten Nutzern des neuen Weges gehörte.

Ein Problem: Der asphaltierte Abschnitt ist momentan noch eine Sackgasse. Die neue Brücke, die sich am Volkswagen-Werk in Mosel befindet, muss erst noch fertiggestellt werden. "Das ist im November geplant. Der Ausbau der Brücke gehört nicht zu unserem Radweg-Projekt", sagte der Dennheritzer Bürgermeister Frank Taubert (Freie Wähler). Er freute sich zur Feierstunde über den Besuch von knapp 50 Bürgern und zwei Landtagsabgeordneten. Ines Springer (CDU) und Jan Löffler (CDU) schauten - allerdings ohne Drahtesel - vorbei. Löffler lobte das Engagement und die Hartnäckigkeit von Taubert. "Sie haben einen Bürgermeister, der es auf charmante Art und Weise immer wieder schafft, den Landtagsabgeordneten mit neuen Ideen die Schweißperlen auf die Stirn zu treiben", sagte er.

Die Kosten für den Ausbau des 1650 Meter langen Weges belaufen sich auf knapp eine halbe Million Euro. Die Baukosten liegen bei 390.000 Euro, die Planungskosten schätzungsweise bei 40.000 Euro. Die Abschlussrechnungen liegen allerdings noch nicht vor. Der Freistaat unterstützt das Vorhaben mit einer 90-prozentigen Förderung. Im Verlauf des Bauprojektes gab es vereinzelte Kritik an der Informationspolitik und der Flächenversiegelung. Das war allerdings bei der Freigabe kein Thema.

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