Nicht nur süß

Sch(m)erzhaft: Was die Region die Woche bewegte

Tiere gehen ja immer. Alte Lokaljournalistenfloskel. Soll heißen: Weil's halt so süß ist. Das gibt Klicks im Internet und zumindest ein "Hach, guck mal" am Frühstückstisch. Tiere waren dementsprechend auch in dieser Woche im Blatt, wir sind ja Profis. Niedlichkeit stand dabei allerdings nicht an erster Stelle.

Mehrere Niederlungwitzer beklagen den Verlust ihrer Fische, darunter auch stattliche (und teure) Kois. Die Vermutung: Der dreiste Räuber ist ebenfalls animalisch. Die Verdachtspalette reicht vom Waschbären über den Fischotter bis hin zur Bisamratte. Filmen ließen sich der oder die Täter auch noch nicht, was auf Kamerascheuheit oder Intelligenz schließen lässt. Oder beides. Die beklauten Fischbesitzer können da nicht viel machen. Und Tiere anzeigen geht halt nicht im Rechtsstaat Deutschland, da macht nicht mal die Tierrechtsorganisation Peta mit.

Noch schlimmer als verschwundene Tiere sind allerdings tote Tiere. Solche waren jüngst im Glauchauer Tiergehege zu beklagen. Wie sich nun herausgestellt hat, starben zwei Esel und eine Ziege an einer Vergiftung, vermutlich von giftigen Gartenabfällen von Besuchern oder Anwohnern. Tierisch witzig ist das nicht, auch nicht niedlich. Eher ziemlich gedankenlos. Hat halt alles seine Auswirkungen, was man so anstellt - manchmal sogar direkt vor Ort. Ernst und nachdenklich statt niedlich. Muss heute mal sein, weil auch Tiere nicht immer was zu lachen haben.

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