Niederwiera: Der Glockenguss ist gelungen

Der Glockensachverständige hat gesprochen: Das Geläut harmoniert. Nun wird die feierliche Glockenweihe vorbereitet.

Niederwiera.

Die offene Frage für alle Mitgereisten zum Glockenguss am 5. April in Innsbruck kann nun beantwortet werden: "Ja, sie sind gelungen!" Am vergangenen Freitag erhielt Holger Quellmalz die freudige Nachricht für das Projekt der Allerheiligenkirche Niederwiera.

"Zufällig rief ich 8.30 Uhr unseren Glockensachverständigen der Landeskirche Sachsen an. Roy Kress selbst war zur Abnahme nach Innsbruck gefahren und konnte schon in den frühen Morgenstunden seinen Glückwunsch aussprechen." Damit fiel dem Mitglied des Niederwieraer Turm- und Glockenausschusses ein Stein vom Herzen. "Lieber Herr Quellmalz, Ihre Glocken sind optisch und musikalisch sehr gut gelungen. Sie können alles Weitere planen", las er später in einer E-Mail. Die ausführliche Bestätigung gab es für Quellmalz in einem Telefonat. "Für uns war es auch wichtig, dass die Glocken miteinander harmonieren. Eine Glocke ist als Instrument zu verstehen. Sie klingt allein, aber auch im Dreiergeläut. Die Harmonie ist zu 100 Prozent erreicht", sagte er und war mehr als erleichtert. "Roy Kress betonte mehrfach, dass diese Glocken künstlerisch sehr gelungen seien und sie für Interessierte auch im Turm zur Besichtigung zugänglich sein sollten."


Bis dahin folgen für das Projekt weitere Termine. Die österreichische Gussfirma Grassmayr ist nun für die Regie des Transportes der Bronzeglocken nach Niederwiera zuständig, der Zeitpunkt dafür wird noch festgelegt. Die Ausschreibungen für den Turmbau der Kirche sind angelaufen und zum Teil abgeschlossen, alle Pläne liegen im zeitlichen Soll. "Wir haben uns auch noch etwas für die alten Stahlglocken überlegt. Es ist nicht würdevoll, sie zu begraben oder auf dem Friedhof rosten zu sehen. Sie werden nun im Sockel des Turmes verwahrt. Der Platz hierfür ist gegeben und statische Berechnungen, die Extrakosten bringen würden, sind nicht notwendig", sagt Quellmalz.

Mit der konkreten Planung der Glockenweihe am 19. Mai hat er nun alle Hände voll zutun, freut sich über Hilfe der Mitglieder vieler Vereine, wie der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK oder dem Kegelverein. "Wir haben auch alle ehemaligen Pfarrer unserer Gemeinde eingeladen und die Bürgermeister der umliegenden Dörfer. Das war allerdings erst nach der Nachricht des gelungenen Glockengusses möglich. Aber wir hoffen auf eine große Feier und vielleicht wecken wir mit der Glockenweihe den Wehmut auf Dorffeste wie in vergangenen Zeiten und rutschen bei der Organisation alle zusammen."

Der Glocken- und Turmausschuss hat für den Tag der Weihe einen Ablaufplan erstellt. Ab 13 Uhr werden die Glocken auf einer Rundfahrt mit einem Transporter durch die umliegenden Dörfer gezeigt, Pfarrer Andreas Mühler weiht sie 15Uhr im Niederwieraer Park, um 16 Uhr findet dann zum würdigen Abschluss des Festes ein Gottesdienst in der Allerheiligenkirche statt. "Wir hoffen auf viele Gäste, auf gutes Wetter und weitere Spenden, damit wir im Frühjahr 2020 endlich die Harmonie unseres Glockengeläutes im ganzen Dorf vernehmen können", sagt Quellmalz.

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