Nothelfer auf vier Pfoten trainieren bald in Waldenburg

Spürnasen werden vom DRK-Kreisverband für den Ernstfall vorbereitet

Waldenburg.

Wenn ein Mensch vermisst wird, kommen sie zum Einsatz: Die Flächensuchhunde des DRK-Kreisverbandes Hohenstein-Ernstthal. Um für den Ernstfall bestens vorbereitet zu sein, werden die Vierbeiner und ihre Halter künftig in Waldenburg trainieren. Darüber informierte jetzt die Stellvertretende Staffelleiterin Ulrike Schulz.

"Damit sich die Hunde nicht an ein Trainingsgelände gewöhnen, üben wir an unterschiedlichen Standorten in Westsachsen. Vor einigen Tagen haben wir die Zusage vom Bürgermeister Bernd Pohlers erhalten, der uns unterstützen möchte und dafür Gebiete zur Verfügung stellt", sagt Ulrike Schulz. Im Gespräch seien im Moment unter anderem der Grünfelder Park und das Freibad.

Zweimal in der Woche trainiert die DRK-Rettungshundestaffel. Die Tiere lernen durch verschiedene Übungen mit der Nase in der Luft menschliche Witterung über den Wind aufzunehmen. "Im Schnitt dauert die Ausbildung zwei bis drei Jahre. Und auch die Hundeführer werden ausgebildet. Sie müssen eine Sanitätsausbildung absolvieren, Einsatztaktik üben und lernen mit Funkgeräten umzugehen. Danach gibt es eine Prüfung, die den Hund und den Hundeführer zum Einsatz befähigt", sagt die Ehrenamtlerin, die nächstes Jahr mit ihrem vierjährigen Beauceron-Rüden Thorin an solch einer Prüfung teilnehmen will.

Die DRK-Rettungshundestaffel Westsachsen besteht seit 2008 und zählt aktuell elf ehrenamtliche Mitglieder mit 14 Hunden. Die Staffel gehört dem Verbund sächsischer Rettungshunde an. Jährlich haben die Vierbeiner 40 bis 50 Einsätze. Alle Hunde gehören den Mitgliedern selbst und leben in den Familien.

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