Öffentliche Toiletten: Kein Geschäft mit dem Geschäft

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Die Gesamtkosten für die städtischen WCs in Glauchau liegen weit höher als die Einnahmen. Das größte Minus gab es zuletzt im Bahnhofs- gebäude.

Glauchau.

Die öffentlichen Toiletten in der Stadt Glauchau sind ein Zuschussgeschäft. Das geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die die Stadt jetzt auf Anfrage vorgelegt hat. Zwar sind im Fall der öffentlichen Toilette im Bahnhofsgebäude die Einnahmen im Jahr 2020 mit 1481.60 Euro höher als die Ausgaben, die bei 762 Euro lagen, doch betreffen die Ausgaben lediglich die Kosten für die Reinigung und die Verbrauchsstoffe, wie Seife oder Toilettenpapier. Darin nicht enthalten sind die Kosten für Heizung, Wasser, Abwasser und Strom. Die werden nach Angaben der Stadt für die Bahnhofstoilette nicht erfasst. Die Gesamtausgaben dürften also weit höher liegen.

Ähnlich ist es im Fall der Toilette im Ratshof, auch dort werden bei den Ausgaben, die 2020 mit 920 Euro zu Buche schlugen, nur die Kosten für Reinigung und Verbrauchsstoffe erfasst. Die Ratshoftoilette wird offenbar nicht so häufig frequentiert, wie die im Bahnhof. Die Einnahmen im Ratshof lagen letztes Jahr bei 460 Euro.

Ein exakteres Bild ergibt sich im Fall der neuen Toilette am Schillerplatz. Dort lagen die Kosten im Jahr 2020 - die Anlage ging erst im Mai in Betrieb - bei 806 Euro. Auf der Ausgabenseite stehen 7400 Euro Betriebskosten, also für Wasser, Abwasser, Reinigung und Energie und noch einmal 1320 Euro für die Wartung.

Der Glauchauer Seniorenbeirat, der sich vor allem für das behindertengerechte WC am Schillerplatz stark gemacht hatte, hält alle drei öffentlichen Toiletten in der Stadt für notwendig. Nach den Worten von Sprecher Gert Ehlers sollten jedoch die Zugangszeiten für die Toilette im Ratshof überprüft werden, zuweilen stehe man vor verschlossner Tür.

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