Palla-Petition abgelehnt, Brache bleibt aber Thema

Der Petitionsausschuss hat den Stadtratsbeschluss aufrecht erhalten, 1400 Unterschriften bleiben so auf den ersten Blick erfolglos.

Glauchau.

Der Beschluss des Stadtrates von Glauchau, die denkmalgeschützte Industriebrache Palla abzureißen und zeitgleich Investoren und Interessenten für eine Nutzung zu suchen, wird nicht aufgehoben. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Petitionsausschuss am Dienstagabend. Das Gremium hatte sich mit der Petition zur "Rettung der Palla" auseinandersetzen, die im Sommer knapp 1400 Unterschriften zusammenbrachte. Ziel war es, den drohenden Abriss mit der Zurücknahme des Beschlusses aus dem Jahr 2012 zu verhindern.

Damit schwebt das Damoklesschwert des Abrisses weiter über das stadtbildprägende Objekt. Die Stadt hat nach den Worten von Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) im Mai für den Abriss einen Fördermittelantrag gestellt, der noch nicht beschieden ist. Es fehle noch die denkmalschutzrechtliche Genehmigung, die derzeit noch in der unteren Denkmalbehörde bearbeitet werde. Der Stadt werde sich ohnehin noch mehrfach mit der Palla-Brache beschäftigen müssen.

Die Einreicher der Petition, das sind der Glauchauer Denkmalverein und die Initiative "Industriekultur Ost", sprechen sich für eine multifunktionale Nutzung des Pallakomplexes aus, beispielsweise mit Wohnungen, Kultur- und Sozialeinrichtungen und Kleingewerbe aus. Die Stadtverwaltung legte dem Ausschuss eine gutachterliche Kostenrechnung für den Fall eines Umbaus der gesamten Brache zu Wohnungen vor. Das würde um die 21,7 Millionen Euro kosten. (sto)

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