Parkfest: 50 Jahre und kein bisschen leise

Das Konzept geht auf: Meerane setzt bei der größten Party auch künftig auf Vielfalt. Gleichwohl haben die Veranstalter offene Ohren für neue Ideen.

Meerane.

Das hat sich Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) auch diesmal nicht nehmen lassen: Der Bürgermeister verteilt am Samstagnachmittag während der offiziellen Eröffnung des 50. Parkfestes in Meerane wieder Freibier an die Besucher. Das Fässchen hatte jedoch nicht er, sondern Landtagsabgeordnete Ines Springer spendiert. Der Glauchauerin gehört nämlich ein Stückchen des Wilhelm-Wunderlich-Parks, wo die CDU-Politikerin bereits mehrere Jungbäume gepflanzt hat - immer mit Kindern der ortsansässigen Kitas und Schulen. Dafür gab es Beifall der Gäste, die danach auf der Bühne das Konzert des sächsischen Polizeiorchesters verfolgen konnten.

Die Stadt als Veranstalter ist jedenfalls mit der Resonanz auf die Jubiläumsausgabe des Parkfestes zufrieden, geht eigenen Angaben nach von mehreren tausend Gästen aus. Wie Ungerer sagt, waren allein am Freitagabend zum Auftaktkonzert mit Tobias Regner, Rocksänger und Gewinner der dritten Staffel der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar", mehr als 2000 Leute aufs Festgelände gekommen. Ähnlich gut besucht sei am Samstagabend die Michael-Jackson-Show gewesen. Nicht zuletzt hatten drei Tage lang die berühmten Hochseilartisten der Geschwister Weisheit für reichlich Nervenkitzel gesorgt.


Auch das Rahmenprogramm mit gut 30 Händlern und ortsansässigen Vereinen ließ kaum Wünsche offen: "Das Parkfest ist von Jahr zu Jahr niveauvoller geworden", betont Karin Große-Pustar, die seit 1965 in Meerane lebt und bisher kaum ein Parkfest ausgelassen hat. Als große Bereicherung bezeichnete sie schließlich den vor wenigen Jahren erst in das Programm aufgenommenen Parklauf "Meerathon". "Daran beteiligen sich nicht nur Kinder, es laufen auch viele Erwachsene mit", erklärt die Seniorin. Genau das kann Rathausmitarbeiterin Monique Schubert, die zusammen mit Kollegin Nicole Jung federführend das Fest jährlich auf die Beine stellt, dick unterstreichen. "Diesmal hatten wir besonders viele Anmeldungen, es laufen sogar zwei Gruppen unserer Feuerwehr mit", sagt Schubert, die über eine Sache am Sonntag aber besonders froh ist: "Alles war friedlich, es gab keine Zwischenfälle. Und dazu hatten wir noch ein super Wetter", sagt Schubert, die wie die anderen Mitarbeiter der Verwaltung in ihrem blauen T-Shirt mit der Aufschrift "Stadt Meerane" schnell auszumachen war. Das Rathausteam hatte sich nahe dem nur einen Steinwurf entfernten Eingangspfad postiert - mit Info-Stand samt Blockhütte. Ob Festbesucher, Händler oder Künstler, jeder konnte dort quasi auf dem kürzesten Weg sein Anliegen oder Kritik loswerden. Dass dieser "heiße Draht" zu den Organisatoren wieder funktionierte, bestätigt Antje Seypt aus Lichtenwalde, die seit mehr als fünf Jahren mit ihrer mobilen Kaffee- und Eisbar im Wilhelm-Wunderlich-Park steht. "Durchschnittlich gehen bei so einem Fest 400 Eiskugeln über die Theke, Softeis nicht eingerechnet", sagt die junge Frau, die das Festgelände mit viel Grün als einzigartig beschreibt.

"Wir halten an unserem Konzept mit Unterhaltung für die ganze Familie und alle Altersklassen fest, sind aber für neue Ideen offen", sagt Schubert. Auch müsse am Sicherheitskonzept nicht gerüttelt werden. Nicht nur Polizei und Feuerwehr seien wichtige Partner, auch das DRK sei erneut mit ehrenamtlichen Helfern vor Ort gewesen.

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