Plötzlich Prinzessin: Melanie repräsentiert Glauchau

Beim Stadtfest wurde endlich das Geheimnis um die neue Hoheit gelüftet. Zum ersten Mal wird eine Glauchauerin für die Stadt durch das Land reisen. Sie hatte schon vorher eine besondere Position inne.

Glauchau.

Bis zur letzten Minute ist es streng geheim, wer zukünftig die neue Glauchauer Schlossprinzessin sein wird. "Ich weiß es wirklich nicht", sagt ein Musketier der Gräflich Schönburgischen Schlosscompagnie. Beide Anwärterinnen schreiten hinter ihm in pompösen Kleidern durch den Forderglaucher Schlosshof. Auf der Bühne wird das Geheimnis endlich gelüftet: Melanie Schwan ist für die kommenden zwei Jahre die neue Prinzessin. "Wir haben eine sehr gute Wahl getroffen", sagt Bernhard Schareck, Vereinsvorsitzender der Schlosscompagnie. Ausstrahlung, Anmut, Souveränität und Reiselust sollte eine Hoheit mitbringen. Denn sie wird in ganz Deutschland und im Ausland auf Feste und Veranstaltungen eingeladen, um die Stadt und das Schloss zu repräsentieren. "Der Werbeeffekt einer jungen, schönen Frau ist enorm groß", sagt Schareck.

Jung, schön und reiselustig: Die 22-jährige Prinzessin Melanie weiß, was auf sie zukommt - und freut sich darauf. "Ich wollte unbedingt Schlossprinzessin werden. Das ist schließlich der Kindheitstraum eines jeden Mädchens", sagt sie. Es ist die vierte Hoheit, die im Schloss gekrönt wurde, aber die erste, die in Glauchau lebt. "Ich bin von der Stadt fasziniert", sagt Melanie Schwan. Neben einer Theatergruppe und dem Glauchauer Carnevalclub engagiert sich die gebürtige Lugauerin zudem bereits seit Längerem in der Schlosscompagnie. Die höfischen Tänze kann sie problemlos vorführen. Professionell in die Kameras lächeln, ist für die blond gelockte Prinzessin im Rokoko-Kleid ebenfalls eine leichte Übung. Das muss sie auch können. Denn bis Oktober ist die Hoheit an etlichen Wochenenden schon ausgebucht.

Die Prinzessin hatte aber bereits vor ihrer Krönung eine besondere Position in der Stadt inne. Sie arbeitet als Sekretärin des Glauchauer Oberbürgermeisters Peter Dresler (parteilos). Dieser ist sichtlich erfreut über den Aufstieg seiner Angestellten. "Ich weiß gar nicht, wie ich sie jetzt anreden soll, wenn ich ins Büro komme", sagt er und lächelt.

Während sich im Schlosshof der zum Teil weit angereiste Adel trifft, nimmt das Glauchauer Stadtfest auf dem Markt, an der Leipziger Straße und vor dem Schloss Fahrt auf. Besonders künstlerisch geht es im Schlosshof Hinterglauchau zu. Dort lockt eine mittels Bodypainting als Eistüte angemalte junge Frau zum Stand der Colorjunkies, die kostenlos temporäre Körpertattoos gestalten. Der Karikaturist Jörg Steinhof verewigt die Glauchauer in Porträtzeichnungen. Eine künstlerische Darbietung wird zudem vom Glauchauer Stadttheater an der Leipziger Straße gezeigt. Schauspieler führen Szenen aus dem neuen Stück "Der Drache" auf, welches ab Oktober im Theater inszeniert wird.

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