Premiere: Baumschule hält Tag der offenen Tür

Landesverband erklärte Mülsen zum Mittelpunkt der Veranstaltung

Stangendorf.

Obwohl Ute Hahn, Chefin der Baumschule im Mülsengrund, über langjährige Erfahrungen bei der Ausrichtung von Obsttage im Herbst verfügt, war die Veranstaltung am Wochenende auch für sie besonders. "Es ist der erste Tag der offenen Baumschule, den unser Landesverband durchführt. Für uns ist es eine Ehre, dass für die offizielle Eröffnung unser Betrieb ausgewählt wurde", sagte sie. Ute Hahn fand die Idee toll, einmal die Baumschule als solches in den Mittelpunkt zu rücken. "Wir verzeichnen in den zurückliegenden Jahren verstärkt einen Trend hin zum eigenen Anbau von Obst. Apfelbäume stehen in der Kundengunst ganz oben, gefolgt von Pflaume, Kirsche, aber auch jeder Menge unterschiedlichster Beerenobstsorten. Sogar Pfirsiche tragen in unserer Ecke", sagte sie.

Kleingärtner greifen heutzutage gern auf robuste, kleinstämmige Obstgehölze zurück. Den von Uta Hahn ausgemachten Trend konnte Frieder Schubert, Verbandsfachberater des Stadtverbandes der Kleingärtner Zwickau, bestätigen. "Wir hören immer wieder, dass die Leute mit Vorliebe Früchte aus dem eigenen Garten essen. Einerseits, weil die an Frische nun wirklich nicht zu übertreffen sind. Auf der anderen Seite wissen die Gärtner aber auch, welche Pflanzenschutzmittel möglicherweise zum Einsatz gekommen sind", sagte er. Obwohl der Herbst eine günstige Jahreszeit sei, um Obstbäume zu pflanzen, müsse man in diesem Jahr auf die Lage achten. "Üblicherweise wird im Herbst gepflanzt, weil die Bäume dann die Winterfeuchte mitnehmen können. Durch die extreme Trockenheit ist der Boden aber vielerorts sehr tief ausgetrocknet. Jetzt dort zu pflanzen, wäre nicht sinnvoll."

Zuspruch verzeichnete auch der Beratungsstand von Manfred Schrambke, Spezialist für die Bestimmung von Obstsorten. Er kommt schon seit etlichen Jahren zu den Obsttagen in den Mülsengrund. "Ich freue mich über das Interesse der Leute. Wunderbar finde ich persönlich, wenn sie seltene, oft recht alte Obstsorten zur Bestimmung mitbringen. Da zeigt mir, wie breit das Sortenspektrum hier bei uns noch immer ist." Dass da so bleibt, ist auch eines der Anliegen des Landesverbandes. Verbandsvorsitzender Wolfgang Müller: "Wir empfehlen wo immer möglich, in Sachsen gezüchtete Bäume zu kaufen. Da sie in diesem Klima aufgezogen wurden, sind sie allein schon deshalb sehr widerstandsfähig."

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