Rathauschef verhandelt mit Kita-Trägern

Die Volkssolidarität geht, der Verein "Glauchauer Berufsförderung" kommt. Während Meerane die Übergabe-Details klärt, geht die Sanierung des Hauses wie geplant weiter.

Meerane.

Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) bleibt diplomatisch: "Ich würde von einem kooperativen Verhältnis sprechen", sagt der Meeraner Bürgermeister, der seit Wochen mit der Geschäftsleitung des Kreisverbandes der Volkssolidarität Glauchau/Hohenstein-Ernsthal über die Abwicklung der Kita "Buratino" an der Oststraße verhandelt.

Somit würden sämtliche Verträge auf dem Prüfstand kommen. "Darüber müssen wir reden, wir sind auf einem guten Weg." Der Vertrag zwischen Kommune und jetzigem Träger, der Volkssolidarität, läuft Ende Juni aus. Als Nachfolger steht der "Verein Glauchauer Berufsförderung" (GBF) in den Startlöchern. Darauf hatte sich der Stadtrat im März geeinigt.


Ungerer hofft nun stark, dass die Gespräche mit Thomas Kühn, dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied des Volkssolidarität-Kreisverbandes, zügig laufen. Immerhin will sich der Stadtchef schon im Juni mit der Leitung der GBF an einen Tisch setzen, um wiederum die erforderlichen Vereinbarungen mit dem neuen Kita-Träger zu treffen. Denn sollte es mit der GBF nicht rechtzeitig zu einem Vertragswerk kommen, müsste die Kommune ab 1.Juli vorübergehend einspringen. Kühn war am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Derweil ist die Stimmung in der Kita-Belegschaft entspannt: "Wir sind alle immer noch glücklich und zufrieden. Natürlich auch ein wenig gespannt, was auf uns zukommt", sagt Kita-Leiterin Bianca Schmidt, die sich nun wünscht, dass es spätestens Ende Juni ein Gespräch mit der Geschäftsleitung der GBF gibt. "Auch wir würden natürlich gern Details hinsichtlich unserer Arbeit abstimmen", fügt Schmidt an. Sie sei aber zuversichtlich, dass sich alles zum Guten entwickelt.

Das sieht Elternsprecherin Mandy Badura nicht anders. "Wir sind froh, dass das Übergabe-Prozedere so ruhig vonstatten geht", erläutert die 34-Jährige, die sich in der übernächsten Woche mit Müttern und Vätern zur vierteljährlichen Beratung trifft. "Die Eltern haben natürlich auch bei der Anschaffung von Spielgeräten geholfen", sagt Badura. Es müsse geklärt werden, wer das bekommt.

Unterdessen läuft die Sanierung der Kita "Buratino" weiter auf Hochtouren. So werden nach Darstellung von Stadtsprecherin Heike Hönsch derzeit die Fenster und der Sonnenschutz im linken Gebäudeteil (Krippe) erneut. Ebenso bringen die Bauleute dort die Sanitäranlagen und Heizung auf Vordermann. Auch im vergangenen Jahr gaben sich schon die Bauarbeiter in der Kita die Klinike in die Hand. So wurde unter anderem das Dach komplett saniert. Ebenso konnten die Dämmung und die Gestaltung der beiden Giebelseiten beendet werden. "Im Frühjahr dieses Jahres erhielt der vordere Giebel wieder das Bild des Namensgebers der Einrichtung", sagt die Stadtsprecherin und ergänzt: "Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro."


Gestaltungsidee "Buratino" stammt von Thorsten Dahlberg - Rathauschef freut sich auf Treffen

Was offenbar die wenigsten wissen, die Wandgestaltung "Buratino" an der gleichnamigen Kita an der Oststraße in Meerane stammt von dem Glauchauer Museumsmitarbeiter Thorsten Dahlberg (Bild). Das Ensemble aus Kupfer und Edelstahl mit emaillierten Teilflächen stammt aus dem Jahr 1986/87 und ist jetzt im Zuge der Kita-Sanierung aufgearbeitet worden. "Der Auftraggeber war damals meines Wissens der Rat der Stadt Meerane", blickt Dahlberg zurück. Der 62-Jährige kann sich noch gut daran erinnern, dass er damals den sogenannten Metallgestaltungszirkel des VEB IFA Karosseriewerke Meerane leitete. So sei rasch die Gestaltungsidee, die russische Kinderfilmfigur Buratino schaukelnd in einer Seifenblase, favorisiert worden. "Ich freue mich natürlich sehr, dass auch nach der Sanierung der Kindertagesstätte diese Wandgestaltung den Mädchen und Jungen erhalten bleibt", sagt Dahlberg, der bereits von Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) zum feierlichen Abschluss der Sanierungs- und Ausbauarbeiten eingeladen wurde. (jwa)

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