Regisseurin diskutiert mit Gymnasiasten

Dokumentarfilm über die Opfer rechtsradikaler Gewalttaten und den Kampf gegen den alltäglichen Rassismus

Werdau.

Die Werdauer Initiative gegen Rassismus und der Rote Baum Zwickau laden für den heutigen Mittwoch, 19 Uhr zu einem Kinoabend mit Diskussion in die Aula des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums Werdau ein.

Rechte Parolen sind mittlerweile unüberhörbar geworden. Genauso die Gewalt, die sich gegen jene Menschen richtet, die als "fremd" wahrgenommen werden. Mit erschreckender Kontinuität wiederholen sich seit Jahren rassistisch motivierte Ausschreitungen. Mit dieser Problematik beschäftigt sich der Film "Der zweite Anschlag", der in Werdau gezeigt wird. Im Anschluss ist ein Publikumsgespräch mit Regisseurin Mala Reinhardt geplant.

Der 62-minütige Dokumentarfilm dokumentiert die bisher kaum beachtete Perspektive der Betroffenen dieser Gewalt und stellt sie in den Mittelpunkt. In tiefgehenden Interviews entwickelt der Streifen ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonisten des Films durchlebt haben: Osman Taköprü erzählt von dem Mord an seinem Bruder Süleyman, den der NSU 2001 in Hamburg beging. Ibrahim Arslan schildert seine Erinnerungen an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992, den er selbst nur knapp überlebte. (fp)

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