Reifenstecher-Prozess: Gutachten fehlt noch

Der Prozessauftakt gegen den mutmaßlichen Reifenstecher von Lichtenstein wurde verschoben. Das LKA muss noch liefern.

Lichtenstein.

Wann kommt der mutmaßliche Reifenstecher von Lichtenstein vor Gericht? Der für diese Woche angesetzte und mit großer Spannung erwartete Prozess gegen einen 56-jährigen Mann aus Lichtenstein ist ausgefallen. Er musste verschoben werden. Wann die Verhandlung stattfinden wird, ist noch völlig unklar. "Ob es noch in diesem Jahr sein wird, kann ich noch nicht sagen", teilte Günter Elfmann, Direktor des Amtsgerichtes Hohenstein-Ernstthal, mit. Grund für die Verschiebung ist ein noch ausstehendes Gutachten des Landeskriminalamtes.

Die Staatsanwaltschaft Zwickau legt dem Mann aus Lichtenstein zur Last, von 2013 an bis 2018 an über 200 Fahrzeugen fast im gesamten Stadtgebiet Reifen an abgeparkten Fahrzeugen zerstochen zu haben. Der angerichtete Schaden beträgt laut Anklagebehörde knapp 30.000Euro. Inzwischen ist auch bekanntgeworden, dass der Angeklagte einen Großteil der Taten gestanden hat. Offenbar hat er sich die Autos wahllos ausgesucht. Ein Motiv für die Taten ist noch nicht bekannt.

Ohne das Gutachten "wird es keinen Prozess geben", so Elfmann. Das Formgutachten wurde bereits vor einiger Zeit von der Staatsanwaltschaft n Auftrag gegeben. In dem geht es vereinfacht gesagt darum, inwieweit die Beschädigungen an den Reifen zu dem sichergestellten Tatwerkzeug passen.

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