Reiher räumt Teich leer

Der "Frühaufsteher" besucht regelmäßig den Glauchauer Hinterhof. Selbst der Expertentipp mit der Attrappe hat nicht geholfen.

Glauchau.

Es war kurz nach 5 Uhr morgens, als die Kamera mehrfach auslöste. Und der Glauchauer Rolf Heret staunte nicht schlecht, als er die Bilder sah, die die Wildkamera zwischen 5.06 und 5.13 Uhr schoss. Am Rand seines kleinen Teiches im Hinterhof steht ein Fischreiher in voller Schönheit und Größe. Das Tier hat sich offensichtlich die Fische schmecken lassen. Denn es fehlen nach den Worten von Rolf Heret neun Goldfische und drei Kois. Lediglich ein Koi sei nach der Attacke übrig geblieben. "Der war mit seinen etwa 40 Zentimetern dem Fischreiher offenbar zu groß und zu schwer", vermutet Heret.

Vorsichtshalber hat er eine Fischreiher-Attrappe aufgestellt. Reiher seien Einzelgänger und würden nicht in fremden Revieren jagen, hätten ihm Experten gesagt. Doch Pustekuchen, Herets Reiher scheint nicht nur ein "Frühaufsteher", sondern auch ein schlaues Kerlchen zu sein. Denn das Tier ist mittlerweile nicht nur Stammgast am kleinen Gartenteich, sondern der Reiher und die Attrappe seien mittlerweile offenbar gute Freunde geworden, denn das echte Tier komme immer wieder, ohne sich an der Attrappe zu stören. "Reiher aus PVC sind halt doch keine Konkurrenz", sagt Rolf Heret.


Zwar sei es ärgerlich, dass so viele Fische aus dem Teich verschwunden sind, aber mittlerweile sehen Rolf Heret und seine Frau die Sache mit Gelassenheit. "So ist nun mal der Kreislauf der Natur", sagt Heret. Ein Netz über den Teich zu spannen, wie er es empfohlen bekommen haben, komme für ihn nicht in Frage. Er überlegt nun, mit welchen Fischen er seinen Teich nun bestücken soll. Teure Koi-Karpfen sollten es aus seiner Sicht wohl nicht mehr sein.

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