Schloss-Spektakel muss abspecken

Die Plakate sind mittlerweile aufgehängt. Sie künden vom historischen Treiben in Glauchau. Doch diesmal fällt die Sache etwas kleiner aus.

Glauchau.

Den Mittelalterfreunden kommt ein Neubau in die Quere. Das traditionelle Schloss-Spektakel in Glauchau - in der Szene gar nicht mehr wegzudenken - muss in diesem Jahr abspecken. Denn wegen der Baustelle vor dem Glauchauer Schloss steht den Organisatoren weit weniger Platz zur Verfügung als sonst. "Wir mussten einigen Händlern leider absagen", sagt Linda Bischoff von der Coex Veranstaltungsagentur, die seit vielen Jahren das Glauchauer Schloss-Spektakel organisiert. So werde es in diesem Jahr etwa 40 Stände geben, an denen historisches Handwerk gezeigt wird. In den Vorjahren waren es mehr als 50. Die Händler und Handwerker werden auch enger aneinanderrücken, um alle unterzukriegen. "Aber wir kriegen das hin", sagt Linda Bischoff.

Der Schlossvorplatz, auf dem sich sonst die Händler, Handwerker wie Schmied, Hornschnitzer, Papierschöpfer und Schleifer präsentierten, ist eine Großbaustelle. Er wird derzeit umgestaltet. Vorgesehen sind eine Multifunktionsfläche mit Strom- und Wasseranschluss sowie eine Pergola entlang des Hirschgrabens. Die Arbeiten hatten im Frühjahr begonnen und werden sich noch eine Weile hinziehen. Die Stadt Glauchau steckt etwa eine halbe Million Euro in das ehrgeizige Vorhaben.

Das Schloss-Spektakel - die Plakate sind mittlerweile aufgehängt - findet am letzten Juli-Wochenende statt. Neben den traditionellen Handwerkern stehen die Musikanten mit ihren alten Liedsätzen und mittelalterlichen Klängen im Zentrum des bunten Treibens. Am Samstagabend wird die Gruppe Furunkulus aufspielen. Die Band versteht sich als Spielleute der Ewigkeit, tritt in urwüchsiger Gewandung auf und lässt ein Feuerwerk der Musik entzünden. Ihre Konzerte sind ein Fest für Augen, Ohren und Körper. Mit Sackpfeifen, Trommeln, Schalmeien, Drehleier und Gesang betört Draco Faucium die Zuhörer. Dahinter verbergen sich raue Kerle, die mit ungetrübter Fröhlichkeit spielen. Gaukler, jonglierende Narren und Magiere versetzen das Publikum ins Staunen. So zum Beispiel der berühmt-berüchtigte Gaukler "Xander der Narr". Eine atemberaubende Feuer- und Fakirshow mit Nagelbrett und scharfen Waffen, Akrobatik und Scherben zeigt das Ensemble Las Fuegas dem Publikum in Glauchau.

Das Schloss-Spektakel findet am 28. und 29. Juli in Glauchau statt.

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