Schüler geben Gas für die Wissenschaft

Im Namen der Forschung wird an der Waldenburger Euro-Schule Tempo aufgenommen - mit einem Modellauto in Tschechien.

Waldenburg.

Wer zu dieser Jahreszeit ins tschechische Nachbarland fährt, tut das meist, um Ski zu fahren. Und ja, Geschwindigkeit und gutes Kurvenverhalten werden am Wochenende auch für die fünf jungen Waldenburger Schüler Peer, Johannes, Jannik, Kevin und Ana wichtig sein. Doch die 14- und 15-Jährigen gehen nicht auf die Ski-Piste, sondern in eine Halle. Sie gehören zum Technik-Club der Schule und nehmen an einem Projekt teil, das von den Technischen Universitäten Chemnitz und Prag betreut wird. Die Aufgabe: ein Modellauto von Akkubetrieb auf Brennstoffzellen und Wasserstoffpatronen umrüsten. Zehn Schulen sind daran beteiligt, fünf aus Deutschland, fünf aus Tschechien. Und um die verschiedenen Antriebe auch richtig zu testen, gibt es einen Wettbewerb. Teil eins findet am kommenden Wochenende statt, im tschechischen Decin nahe der erzgebirgischen Grenze.

"An den Universitäten wird zu den Antriebsarten intensiv geforscht", sagt Michael Schönfeld, der den Technik-Club leitet. "Und junge Schüler sollen frühzeitig eingebunden werden." Für den Physiklehrer ist das ganz nach seinem Geschmack. "Sie müssen sich mit der Technik auseinandersetzen und herausfinden, wann und unter welchen Bedingung welcher Antrieb besser funktioniert." Zwei Faktoren seien ausschlaggebend, so Schönfeld: Ausdauer und Geschwindigkeit.


Das Modellauto und die nötige Technik - immerhin im Wert von 6000 Euro - hat der Club von der TU Chemnitz zur Verfügung gestellt bekommen. Etwa drei Stunden haben sie gebraucht, um das zusammenzubasteln, sagt Jannik.

Diese Woche standen dann allerdings weniger Technik und Physik im Mittelpunkt, sondern ganz praktischer Fahrspaß. Das junge Quintett und Schönfeld haben ihr Modellauto in der Turnhalle der Oberschule aufs Parkett gesetzt und ein paar Runden um einen Parcours drehen lassen. "Für den Wettbewerb am Wochenende brauchen sie ein Gefühl für das Fahrzeug", sagt Schönfeld. Zunächst wird mit Akkuladung gefahren. In den kommenden Wochen folgen zwei weitere Rennen mit Wasserstoff- und Brennstoffantrieb. Das Ziel: "Klar, wir wollen Erster werden", sagt Kevin Eisenbarth.

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