Schüler prämiert

Schülerinnen und Schüler aus Glauchau widmen sich dem Denkmalschutz. Ihr Engagement wird jetzt gewürdigt.

Glauchau.

Bereits seit dem Jahr 1998 nimmt das "Georgius-Agricola-Gymnasium" Glauchau am Landesprogramm "Pegasus - Schulen adoptieren Denkmale" teil, welches Schüler auf den Denkmalschutz aufmerksam machen soll. Auch in diesem Jahr gehört die Schule zu den Preisträgern und erhält eine Prämie.

Mit dem Geld soll an der Instandhaltung der Burgruine Döben bei Grimma weitergearbeitet werden. Dabei steht die Schule vor allem mit dem örtlichen Verein in Kontakt. "Wir wollen bei den Schülern ein Heimatgefühl entwickeln und sie dazu bewegen, in Sachsen zu bleiben", sagt Hubertus Schrapps. Er leitet am Gymnasium die Arbeitsgemeinschaft Geschichte, die sich mit Schülern der elften Klasse mit dem Projekt befasst und jährlich für eine Woche nach Döben fährt. "Ein solches Vorhaben ist wichtig, weil diese Burgen ein Teil unserer Geschichte sind und sich sonst niemand kümmert", sagt Schüler Tobias Vogel.


Die Burg Döben war zu DDR-Zeiten gesprengt worden. In den vergangenen 22 Jahren konnten unter anderem zahlreiche Mauern freigelegt und durch Holzbauten gesichert werden. Zudem errichteten die engagierten Denkmalschützer zur Eigenversorgung mehrere mittelalterliche Brotbacköfen.

Das Programm "Pegasus" gibt es seit 1995. Mittlerweile sind bereits mehr als 150 Schulen daran beteiligt gewesen. "Wir führen das längste Projekt aller Teilnehmer durch", sagt Schrapps . Er sei gerade dabei, einen Nachfolger in sein Amt einzuarbeiten. Eine Weiterführung des Denkmalschutzes für viele weitere Jahre ist also fest eingeplant.

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