Seit 30 Jahren im Meeraner Stadtrat

Stöckl unterstützt "die guten Vorschläge"

Meerane.

Wolf-Dieter Stöckl (Foto) kann sich mit dem berühmten Kenedy-Zitat auf seiner Urkunde gut anfreunden: "Frage nicht, was dein Land für dich tun kann - frage, was du für dein Land tun kannst." Der 75-Jährige arbeitet seit sage und schreibe 30 Jahren im Meeraner Stadtrat mit. Dafür erhielt der rüstige Senior während der jüngsten öffentlichen Sitzung aus den Händen von Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) die "Ehrenurkunde für kommunalpolitisches Engagement". Dafür hatte sich der Westsachse an sieben Kommunalwahlen beteiligt.

"Eigentlich wollte ich mich an den Wahlen im Vorjahr nicht mehr beteiligen. Die Freien Wähler schätzen aber meinen Erfahrungsschatz, wollen auf meinen Sachverstand nicht verzichten. Deshalb habe ich mich noch einmal aufstellen lassen", erklärt der einstige Lehrer, der seit der Wende in dem Gremium sitzt - erst für die DSU, ab 1991 für die Freien Wähler. Er gehörte mit Alt-Bürgermeister Peter Ohl zu den Gründungsmitgliedern des Ortsverbandes. Und nicht nur das: "Ich war sogar zur Gründungsveranstaltung des Landesverbandes dabei, die bei uns in Meerane stattfand", erklärt Stöckl, dem unter anderem zu verdanken ist, dass die Stadt seit vielen Jahren Willkommenspakete für Neugeborene und deren Familien vergibt. "Das war die Ideen der Freien Wähler", betont er.

Als Mitglied der Freien Wähler, und das hat er schon immer betont, unterstützt Stöckl "die guten Vorschläge". Es sei wichtig, dass die Einwohner auf ihre Kommune stolz sind, hier gern leben. Das sei in Zeiten des demografischen Wandels, der auch um Meerane keinen Bogen macht, von großer Bedeutung. Daher sei es wichtig, vor allem Familien in Meerane zu halten und Bauplätze zu schaffen. Doch dafür wiederum bräuchte die Stadt genügend Jobs. "Deshalb habe ich mich von Anfang an für die Schaffung von Gewerbegebieten und die damit verbundenen Ansiedlungen von Unternehmen stark gemacht", so Stöckl, der in dem Zusammenhang auf den Zusammenbruch der Textilindustrie nach der Wiedervereinigung hinweist. Er wünscht sich für die Zukunft, dass die Fraktionen auch weiterhin sachlich und fair miteinander umgehen. Nur so könnte letztlich das Beste für die Stadt und deren Menschen herausgeholt werden. (jwa)

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