Spiel mit Angst

Sch(m)erzhaft: Was die Region die Woche bewegte

Gewissermaßen unter dem Radar haben die Polizeier diese Woche am Autobahnrand zwischen Glauchau und Meerane und umgekehrt ihre Blitzgeräte aufgestellt und zack, mehrere Hundert Autofahrer, die mit ihren Wagen zu schnell waren, erwischt. Gleich am Montag - da sollte eigentlich vor den Schulen geblitzt werden - ging es los, es folgten der Dienstag und der Mittwoch. Und obwohl längst alle Welt von dem Blitzmarathon wusste, die Sache lief mittlerweile über dem Radar, rasten dennoch welche mit 180Sachen durch die Lichtschranken. Ob die es eilig hatten oder einfach nur bekloppt sind - dies zu beurteilen, überlassen wir Ihnen. Es hat da jeder seine eigene Auffassung.

Aber wenn die das Tempo 80, das seit kurzem statt der 100 gilt, plötzlich wieder wegnehmen, ja dann... Dann hätte das schon einen Hauch von Fallenstellerei. Dann könnte man der Polizei vorwerfen, Geld zu sammeln, womöglich für Dienstgetränke. Aber keine Red Bull Dosen, das wäre schon fast wieder eine Beleidigung. Hinweis: Das hat nichts mit RB Leipzig zu tun.

Nein, wir glauben an das Gute im Handeln des Menschen, also auch der Polizei. Die unangemeldeten Geschwindigkeitskontrollen sind notwendig angesichts der Unfallgefahr, die durch übermütige Raserei entsteht. Sie dienen der Verkehrssicherheit. So ist das.

Na ja, ein kleiner Zweifel bleibt trotzdem. Denn es gibt auch eine andere Möglichkeit, die an das Gefühl der Autofahrer appelliert: Wenn man die Blitzer mit einem Hinweisschild "Achtung Kontrolle" zuvor ankündigt, hält sich die übergroße Mehrheit an die Ansage, aus Angst erwischt zu werden.

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