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Der Anfang: Am 7. November 1957 rollte der erste Trabant P 50 der sogenannten Nullserie in Zwickau vom Band. Er besaß 18 PS, was für die damalige Zeit durchaus akzeptabel war. Die Wartezeit für einen Trabi betrug 12 bis 15 Jahre. Am beliebtesten waren die Farben Gletscherblau und Papyrusweiß.

Der Name: "Trabant" stammt aus einem Preisausschreiben und bedeutet so viel wie "Begleiter", vor allem "Begleiter von Sternen und Planeten". Der sowjetische Satellit Sputnik war der Namenspate. Er war der erste Erdtrabant, der während des Entwicklungsprozess des Trabis 1957 in die Erdumlaufbahn geschossen wurde.

Die Spitznamen: Rennpappe, Plaste-Bomber, Fluchtkoffer, Regenschirm mit Rädern - die Spitznamen des Trabi waren vielfältig. Genauso kreativ waren auch die Bezeichnungen für die Farben des Autos. Hier unterschied man zum Beispiel zwischen Baligelb, Delfingrau, Champagnerbeige oder Schilfgrün.

Technisches: Ein Trabi wog zwischen 620 und 660 Kilogramm. Zum Vergleich: Ein VW Golf 8 wiegt etwa 1390 Kilogramm. Betankt wurde das Kultauto mit einem Öl-Benzin-Gemisch. Auf einen Liter Öl kamen 50 Liter Benzin. Doch nicht alle Trabant-Modelle hatten eine Tankanzeige. Ein ruckelnder Motor zeigte an, dass nur noch etwa fünf Liter Kraftstoff übrig waren. Um noch etwas weiterfahren zu können, stellte man den Benzinhahn im Fußraum auf "Reserve".

Weltrekord Nr. 1: Der schnellste Trabi der Welt fuhr 235 Stundenkilometer. Ronny Urland aus der Oberlausitz holte sich den Weltrekord 2010 auf dem Flugplatz in Rothenburg. Damit brach er den bisherigen Rekord von 202 Stundenkilometern.

Weltrekord Nr. 2: 2020 wieder ein neuer Rekord: 18 Mitglieder eines Tanzvereins aus dem Brandenburg kamen in einem Trabi 601 unter. Nie zuvor befanden sich so viele Personen gleichzeitig in dem Kultauto. 1976 gab es einen ähnlichen Versuch in Zwickau. Damals fanden "nur" 17 Menschen Platz im Trabi.

Der moderne Trabi: 2007 präsentierte der Modellhersteller Herpa den Miniaturentwurf eines modernen "Trabant nT" (new Trabi) auf der IAA in Frankfurt. Der Karosseriebauer Indikar baute das Auto 2009 in Echtgröße. Wegen fehlender Investoren ging der neue Trabant aber nie in Serie.

Trabant weltweit: Ausgeführt wurde der Zwickauer Exportschlager unter anderem nach Polen, Rumänien, Ungarn, Südamerika, Skandinavien und England. Als Rennauto bereist der Trabi auch heutzutage noch die Welt. Sogar in Afrika und Nordamerika werden Trabant-Rallyes veranstaltet. (grun)

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