St. Marien: Gläubige bereiten 50. Kirchweihfest vor

Gleichzeitig sollen die Katholiken in Meerane auf die bevorstehende Fusion der Pfarreien eingestimmt werden.

Meerane.

Die Vorbereitungen laufen schon länger: Am 20. Oktober feiern die gut 260 Gläubigen der Katholische Kirche St. Marien in Meerane das 50. Kirchweihfest. "Eine Festwoche lässt sich vor allem aus personellen Gründen leider nicht stemmen", sagt Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Kratzmann.

Die Kirche Sankt Marien gehöre zu den jüngsten Sakralbauten der Region. Dabei gab es für den Neubau vor 50 Jahren einen triftigen Grund: Nachdem die als Gemeinderaum genutzte Turnhalle, die auf dem Platz der jetzigen Kirche stand, gesperrt wurde, erhielt die Kirchgemeinde schließlich 1965 die Erlaubnis für den Neubau. Die DDR-Oberen stellten aber eine Bedingung: Das neue Gotteshaus durfte nur auf den bestehenden Grundmauern errichtet werden. "Trotz einer beauftragten Baufirma erledigten die Kirchenmitglieder viele Arbeiten in Eigenleistung. Das ging damals gar nicht anders", fügt der 51-Jährige an, dessen Vater Gerhard Kratzmann damals als 33-Jähriger ebenfalls mit anpackte. "Da gab's reichlich zu tun", erinnert sich der 83-Jährige. Dass überhaupt das Bauvorhaben umgesetzt werden konnte, ist nach Darstellung von Thomas Kratzmann vor allem dem inzwischen verstorbenen Jesuitenpater Berthold Haußmann zu verdanken, der durch seine Kontakte in die damalige BRD und zu Österreich die finanzielle Unterstützung organisierte. Der Gottesmann war in der Meeraner Kirche St. Marien von 1954 bis 1978 als Pater tätig.

Auch daran soll während des Festes erinnert werden, das 14 Uhr mit einem großen Festgottesdienst eröffnet wird. "Wir haben die Zusage, dass Bischof Heinrich Timmerevers an den Festlichkeiten teilnimmt", so Thomas Kratzmann. Ebenso seien dazu die Pfarrer der benachbarten Kirchgemeinden eingeladen. Zudem seien mehrere Posaunenchöre zu erleben. Schließlich gebe es Kaffee und Kuchen, die Andacht gestaltet der Glauchauer Kirchenchor.

Gleichzeitig sollen die Gläubigen in Meerane auf die für September kommenden Jahres anstehende Fusion der zehn Pfarreien eingestimmt werden. "Auch an uns geht der Demografie-Wandel nicht vorbei. Außerdem sind junge Leute vornehmlich aus beruflichen Gründen weggezogen", begründet Thomas Kratzmann die Bildung der Großpfarrei. "Dadurch wissen wir, dass wir bald wieder einen Pfarrer haben. Da stört es wenig, dass der künftig in Zwickau sitzt."

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