Stadt drückt bei Abrissvorhaben aufs Tempo

Während für die Möbelstoffbrache im Rosental Geld da ist, wartet Meerane im Fall der Kammgarnspinnerei auf die Zusage. Doch langsam wird die Zeit knapp.

Meerane.

Bei den geplanten Abrissvorhaben in diesem Jahr will die Stadt Meerane auf das Tempo drücken. "Wir müssen uns sputen", sagte Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) während des Neujahrsempfangs in Meerane. Denn die Fördermittel, die die Europäische Union für die Abrissvorhaben über das Programm Efre bereit stelle, gebe es ab dem Jahr 2020 wohl nicht mehr. Efre steht für "Europäischer Fonds für regionale Entwicklung". Abrissvorhaben werden mit bis zu 90 Prozent gefördert. Für den geplanten Abbruch des alten Möbelstoffwerkes II an der Talstraße sei der Fördermittelbescheid schon eingetroffen. Das etwa 280.000 Euro teure Vorhaben könne in Angriff genommen werden. Anders sehe es derzeit noch hinsichtlich der alten Kammgarnspinnerei an der Rosa-Luxemburg-Straße aus, deren Abrisskosten auf nahezu 2 Millionen Euro geschätzt werden. Die Stadt Meerane hatte zwar, nachdem sie das Gelände käuflich erworben hatte, einen Fördermittelantrag für den Abriss gestellt, doch der Bescheid sei noch nicht im Rathaus eingetroffen. "Wir hoffen natürlich, dass er noch kommt", sagte Lothar Ungerer.

Die Stadt will das Areal der Brache umnutzen. Dazu soll der marode Komplex zunächst abgerissen werden. Zudem ist während der Sitzung des Stadtrats am 28. August 2018 der Bebauungsplan "Ehemalige Kammgarnspinnerei" auf den Weg gebracht worden. Neben einer Grünfläche ist im südöstlichen Bereich, auf einer Teilfläche parallel zur Gerberstraße, ein weiterer Wohnungsbaustandort für bis zu sechs Eigenheime geplant. Im November letzten Jahres hatte die Stadt Meerane Besichtigungen der Kammgarnspinnerei-Brache ermöglicht. Vor allem ehemalige Mitarbeiter nahmen die Gelegenheit wahr, noch einmal einen Blick in das Objekt zu werfen.

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