Stadtteilpark Schlachthofstraße: Im August geht es los

Das 350.000 Euro teure Vorhaben ist das erste große im Fördergebiet "Scherberg". Zum Jahresende soll alles fertig sein.

Glauchau.

Können Sie sich noch an den alten Websaal der Palla erinnern, der an der Schlachthofstraße stand? Das Gebäude wurde im Jahr 2011 abgerissen. Dabei sind die markanten Säulen, die den Eingang an der Nordseite, Thomas-Mann-Straße, zierten aufgehoben worden. Jetzt sollten sie wieder verwendet werden - nämlich als Gestaltungselemente für den neuen Stadtteilpark an der Schlachthofstraße. Insgesamt neun dieser etwa drei Meter hohen Säulen sollen laut Stadt paarweise beziehungsweise einzeln auf dem künftigen Parkgelände aufgestellt werden - als Erinnerung daran, dass das Areal einst das Außengelände des Palla-Betriebsteils war.

Die Umgestaltung der Fläche Schlachthofstraße/Ecke Heinrich-Heine Straße ist ausgeschrieben. Ende August sollen demnach die Arbeiten beginnen. Und der größte Teil soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Das etwa 6000 Quadratmeter große Gelände, auf dem bereits Anfang 2019 störende Bäume gefällt sowie Sträucher und Wildwuchs entfernt worden war, soll zu einem Stadtteilpark umgebaut werden. Laut Planungen werden 15 neue Bäume sowie 64 Sträucher neu gepflanzt. Asphaltwege, ein Großteil davon wird beige gefärbt sein, durchziehen künftig das Areal. Zum Verweilen in dem Park sollen Bänke und eine Art Liegewiese einladen. Hinzu kommen zwei Spielgeräte, zwei Fitnessgeräte, eine Boulefläche sowie zwei Spieltische. Zugänge zum künftigen Park soll es von drei Seiten geben, von der Heinrich-Heine-Straße, von der Schlachthofstraße und der Freifläche, auf der einst der alte Palla-Websaal stand und die für Wohnbebauung vorgesehen ist.


Der neue Stadtteilpark ist das erste große Vorhaben im Fördergebiet "Scherberg - nördliche Innenstadt". Die Kosten für die Umgestaltungsarbeiten lieben bei etwa 350.000 Euro. Die Stadt Glauchau rechnet laut Doppelhaushaltsplan 2019/2020 mit Fördermitteln in Höhe von etwa 233.000 Euro.

Im Frühsommer 2017 gab es einen Workshop, an dem zahlreiche Glauchauer Einwohner teilgenommen und verschiedene Ideen zur Gestaltung der Fläche eingebracht hatten. Häufig war von einem Mehrgenerationenpark mit zahlreichen Aktionsflächen die Rede. Vor allem jugendliche Teilnehmer an dem Workshop hatten sich für diese Variante ausgesprochen. Doch in der rathausinternen Diskussion sowie im Stadtrat hat sich schließlich die Variante eine Stadtteilparks durchgesetzt, der vor allem Erholungsfunktion haben soll. Das sogenannte Bauprogramm für den Stadtteilpark hat der Stadtrat im Frühjahr 2019 beschlossen.

Nach Ansicht des Vorsitzenden des Glauchauer Jugendbeirats, Felix Beyer, hätte dem ersten ein weitere Workshop folgen müssen, um die Akzeptanz des Stadtteilparks zu erhöhen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...