Start und Ziel

Sch(m)erzhaft: Was die Region die Woche bewegte

Aller Anfang ist schwer, das wusste schon der römische Epiker Ovid. Wie recht er hatte. Und auch die ersten Tage des neuen Jahres zerren sich so dahin. So richtig Winter ist es nicht, Frühling ist es auch nicht. Die Fußball-Bundesliga pausiert. Das neue Jahr fängt irgendwie komisch an. So also sollen die Zwanzigerjahre sein, womöglich noch golden. Alle werden älter im Jahr 2020: Die Grünen werden 40, Rod Stewart 75, Beethoven 250 und ich ... Nun ja, das unterliegt dem Datenschutz.

Bei den vielen Kassenbons, die, wie wir diese Woche gelesen haben, man heutzutage vom Bäcker kriegt, gilt der offenbar nicht. Da steht alles drauf. Am Anfang sind es ja nur wenige Zettel, doch mit der Zeit werden sie die Geldbörse aufblähen wie ein Hefeteig, bis man die Bons in die Hand nimmt und wegschmeißt. Und der Bäcker, der die Bons behält, hat selbst das Wegwerfproblem. Manche sind ja pfiffig und packen die Zettel in Kartons, verschnüren sie und schicken alles per Post zum Ursprung ihres Dilemmas , aber den Postbeleg gut aufheben. Wer weiß, wofür man den am Ende noch braucht.

Kein Ende scheinen für die Stadt Glauchau die Gerichtsverhandlungen zu nehmen. 34 Auseinandersetzungen seit 2014, zwölf davon sind noch offen, und allein die Verfahrenskosten liegen derzeit bei 365.000 Euro, wie wir diese Woche erfahren haben. Und es könnte noch mehr werden. Wehe wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Mit dem Geld könnte sieben bis acht Jahre lang die Palla-Brache stehen bleiben. Aber wir wollen jetzt nicht in derartige populistische Argumentationen versinken. Das überlassen wir anderen, die können das nämlich viel, viel besser.

Wir aber sind vorausschauend und stellen lieber die Frage, wie das angefangene Jahr 2020 eigentlich zu Ende gehen soll. Wie ist das Ende vom Lied? Wie wird, angesichts der Überraschung am Schlossvorplatz, der neue Stadtteilpark an der Schlachthofstraße in Glauchau aussehen? Schaffen es die Stadtwerke Meerane tatsächlich, den Glasfaserausbau abzuschließen? Ist dann die teure Begleitausstellung im Waldenburger Museum wieder geöffnet? Wie sagt schon Konfuzius: "Zu einem guten Ende gehört ein guter Beginn".


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