Stau, Nest, Dieb

Sch(m)erzhaft: Was die Region die Woche bewegte

So ganz langsam bereiten sich die Störche auf den Abflug vor. Tschüss Westachsen, bis nächstes Jahr vielleicht. Vorausgesetzt, der Storch kann fliegen. Seiner Namensvetterin ist es am Montag diese Woche nicht vergönnt gewesen, ans Ziel zu gelangen. Ein Stau bremste die Politikerin aus und hinderte sie daran, nach Glauchau in die Sachsenlandhalle einzufliegen und das Gefieder zu sträuben. So blieb der Nestverwalter mit seinen Gästen allein zurück.

Auch wenn er versucht, ständig von der Erde abzuheben: Der Mensch ist kein Vogel, er ist viel zu schwer. Das geht vielleicht nur, wenn er sich verschiedener Hilfsmittel bedient, klappt aber nicht immer, wie Ikarus und der Schneider von Ulm schicksalsschwer unter Beweis gestellt haben. Der eine kam der Sonne zu nahe, Wachs tropfte nach unten, die Federn lösten sich, und aus war es. Der andere klatschte beim Flugversuch schlichtweg in die Donau, was den einen oder anderen Lyriker oder Gelegenheitsdichter zur gereimten Häme veranlasste.


Häme jedoch ist fehl am Platz, wenn es um die Diebstähle auf Friedhöfen geht. In Glauchau, wie wir diese Woche erfahren mussten, sind davon nicht mal Kindergräber verschont geblieben. Gegenstände, die das Grab zieren, verschwinden einfach, und das nicht nur einmal. Wenn dahinter ein Dieb steckt, dann ist das nicht nur respektlos gegenüber den Verstorbenen und trauernden Familien, das zeugt von wenig bis gar keinem Verstand.

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