Störche fallen in Waldenburg ein

Um die 30 Rotschnäbel aus der Region treffen sich in der Töpferstadt zum gemeinsamen Fressen. Andernorts gibt es für die Vögel nicht mehr viel.

Waldenburg.

Sie sitzen auf den Hausdächern und scheinen auf etwas zu lauern. Selbst die großen Masten entlang des Gleises am Bahnhof in Waldenburg nehmen sie in Beschlag. Die Töpferstadt Waldenburg ist ein beliebter Aufenthaltsort für zahlreiche Störche aus der Region geworden.

Obwohl es in der Stadt kein Storchennest gibt und die Nisthilfen, die unter anderem auf dem Schornstein an der Birkenallee und am Bahnübergang in Richtung Hellmannsgrund angebracht sind, bislang von den Tieren nicht angenommen wurden, ist sie ein Eldorado für Meister Adebar geworden.

Grund des derzeit gehäuften Auftretens der Tiere in Waldenburg ist das gute Nahrungsangebot, das sie dort vorfinden. Vor allem auf einer großen Wiesenfläche im Grünfelder Park sind bis zu 30 Störche auf einmal gesichtet worden. Es handelt sich nach den Worten von Jens Hering, Mitarbeiter der Naturschutzbehörde im Landkreis Zwickau, um Weißstörche, die sich zum gemeinsamen Fressen treffen. "Grund dafür ist das gute Nahrungsangebot, insbesondere der Insekten- und Kleinsäugerreichtum, die diese wechselfeuchte Wiese, die noch in Blüte steht, den Störchen aktuell bietet", fügt er hinzu. Schließlich habe sich andernorts das Nahrungsangebot mit Hitze und Trockenheit für die Tiere verringert. So lange die Störche im Grünfelder Park genügend Nahrung finden, werden sie in Waldenburg Zwischenstopps einlegen.

Jens Hering hat mit der Beobachtung der Tiere begonnen. Interessant für den Naturschützer sei es außerdem, herauszufinden, wo die Zugvögel ursprünglich herkommen. Anhand der farbigen Kennringe könne man das erkennen.

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