Stromtrasse:Stadt nimmt zum Plan Stellung

Waldenburg will die neuen Masten von Wohnhäusern fernhalten

Waldenburg.

Die Töpferstadt hat zum geplanten Neubau der Hochspannungsleitung zwischen Röhrsdorf bei Chemnitz und Remptendorf in Ostthüringen Stellung bezogen. "Dabei haben wir betont, dass der Abstand zu Siedlungsflächen, beispielsweise die Thomas-Münzer-Siedlung, nicht verringert werden sollen. Außerdem haben wir darauf hingewiesen, dass in unmittelbarer Nähe eine Gasverbundleitung und eine Stromleitung der Deutschen Bahn verlaufen", erklärt Waldenburgs Bürgermeister Bernd Pohlers.

Mit der neuen Leitung soll künftig 40 Prozent mehr Strom transportiert werden. Der Korridor in Waldenburg soll parallel neben der bestehenden Trasse entstehen und zwar aus Uhlsdorf kommend, über Niederwinkel, die Mulde überquerend und von Schlagwitz über Franken verlaufen. "Die jetzige Auslegung der Masten reicht für eine Netzverstärkung nicht aus", erklärt Ralph Zenker, Mitarbeiter im Waldenburger Bauamt. Die alte Trasse soll, wenn der Neubau in Betrieb geht, zurückgebaut werden.


Die eingegangenen Stellungnahmen aller betroffenen Kommunen werden laut Dirk Manthey, Projektsprecher bei 50 Hertz, fließen in das weitere Planverfahren ein. Im September finde dann ein Erörterungstermin mit den Betroffenen statt. Ende des Jahres soll dann schon ein grober Korridorverlauf feststehen. Mit der Planung der neuen Hochspannungsleitung wurde bereits 2015 begonnen. Das Unternehmen 50 Hertz hat einzelne Korridorvarianten ermittelt und untersucht. "In einem aufwendigen Verfahren werden für jeden Abschnitt Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Trassenverläufe abgewogen. Kriterien wie Wohn- und Naturschutzgebiete wurden dabei berücksichtig", erklärt Manthey. Daraus hat sich die diskutierte Vorzugsvariante ergeben. In einem nächsten Schritt gehe der Netzbetreiber in die Feinplanung. Dann soll der exakte Verlauf beschlossen werden. Laut Plan soll die neue Stromleitung 2025 ins Netz gehen.

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