"Tatort"-Kommissar macht keine halben Sachen

Schauspieler liest in Zwickau aus seinen Memoiren und verrät, wie Bruno Ehrlicher zu seinem Vornamen kam

Zwickau/Meerane.

Peter Sodann(82), bekannter Theatermann, Schauspieler und Buchautor, ist auf Einladung des Kunst- und Kulturfördervereins Fraureuth zu einem Gespräch nach Zwickau gekommen.

Zur Veranstaltung im Rahmen der aktuellen Ausstellung des Meeraners Künstlers Jens Tasso Müller stand der bekannteste "Tatort"-Kommissar Ostdeutschlands Rede und Antwort der Zwickauer Galeristin und dem Fördervereinsmitglied Renate Lang. Im Gespräch verriet er dem Publikum, dass seine Tatort-Figur "Kommissar Ehrlicher" den Vornamen "Bruno" zu Ehren seines, von ihm hochverehrten, Neulehrers Bruno Hänßgen trug. Der am 1. Juni 1936 in Meißen Geborene erzählte auch von seinen persönlichen Erinnerungen an den 8. Mai 1945.


Sodann brachte ins First Inn Hotel auch seine 2015 erschienen Memoiren "Keine halbe Sachen" mit, in denen er auf 251 Seiten seine Erinnerungen aufgeschrieben hat. Nicht unerwähnt blieb im Gespräch natürlich die Peter-Sodann-Bibliothek, die auf dem Kulturgut Staucha eine riesige Sammlung der von 1945 bis 1990 im Osten Deutschlands erschienener Literatur beherbergt. Dabei gab Sodanns Mutter ihm als Kind mit auf den Weg: "Junge, lies nicht so viel!" In Zwickau las Sodann, der als "Querkopf" und streitbarer Zeitgenosse bekannt ist, einige heitere Geschichten zum Nachdenken vor. Auf die zwei kleinen Pflaster angesprochen, die er im Gesicht trug, erklärte Sodann, dass er sich am Tag zuvor einem kleinen OP-Eingriff unterzogen hatte. "Ist überhaupt nichts Schlimmes, tut auch nicht einmal weh", so der fast 83-Jährige, der selbst mit dem Auto nach Zwickau angereist war. (lth)

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