Termin für Wiedereröffnung der Sachsenalleeschule unklar

Die Sanierungsarbeiten an der Grundschule dauern nicht nur länger, sie sind auch erheblich teurer geworden. Dabei ist noch unklar, wann die Kinder wieder in ihr Gebäude ziehen können.

Glauchau.

Roland Frenzel ist ein Mann der klaren Worte. Die Stadt spreche bei verschiedenen Bauvorhaben immer von Auftragserweiterung, dabei handle es sich um Mehrkosten. Das letzte Mal machte der SPD-Stadtrat darauf aufmerksam, als es um Mehrkosten bei der Innensanierung der Sachsenalleegrundschule ging - ein Mammutvorhaben, das mittlerweile mehr als 4 Millionen Euro kostet. Ursprünglich ging die Stadt von 1,5 Millionen Euro aus. Im Jahr 2015 wurde die Gesamtfinanzierung angepasst: Die geschätzten Kosten lagen damals bei gut 3 Millionen Euro.

In verschiedenen Gewerken sind Mehrkosten entstanden, die der Stadtrat jeweils bewilligt hat. Hinzu kommt die allgemeine Erhöhung der Baupreise am Markt. Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, sind die durchschnittlichen Preissteigerungen im Haushaltsplan berücksichtigt. Ob es auch mehr Fördermittel gibt, sei noch unklar. "Nach Abschluss aller Ausschreibungsverfahren und der derzeit bekannten Veränderungen wurde ein Mehrkostenantrag bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht", sagte Rathaussprecherin Bettina Seidel. Eine Antwort stehe noch aus.


Doch das ist noch nicht alles. Weil es bei der Verlegung der Grundleitungen im Kellergeschoss zu zeitlichen Verzögerungen gekommen war - im Boden wurde Beton gefunden, der nicht eingezeichnet war und entfernt werden musste, kam es nicht nur zu den Mehrkosten, auch der Zeitplan geriet durcheinander. Wann die Sanierungsarbeiten beendet sein werden und die Kinder wieder ihr Schulhaus beziehen können, ist noch unklar. Zum Schuljahresbeginn am 19. August wird es definitiv nichts, und ob es nach den Herbstferien so weit sein wird, darauf lässt sich keiner festlegen. Im Schulgebäude sind nach Angaben der Stadt noch die Ausbaugewerke wie Fliesenleger, Maler, Bodenleger und Trockenbauer tätig. Zudem fehle noch die komplette haustechnische Endausstattung, also Heizkörper, Lampen, Steckdosen, Schalter und so weiter. Wenn die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind, erfolgen die Bau- und Feinreinigung sowie auch die komplette Möblierung der Schule. Dazu gehören der Einbau der Fachkabinette, die Ausstattung mit Tafeln, Schränken, Tischen und Stühlen, die Hortausstattung sowie die Beschilderung aller Etagen und Räume. Für die Wiedereröffnung der Schule laufen laut Seidel derzeit die Abstimmungen mit allen Beteiligten. Fest stehe aber schon jetzt, dass für den Umzug nur die Ferienzeit infrage komme.

Derzeit sind die Kinder im Ausweichquartier, in der ehemaligen Grundschule Gesau, die die Stadt für etwa eine Viertel Million Euro hat herrichten lassen. Vor allem in den Brandschutz wurde viel Geld gesteckt. Hinzu kommen laufende Reparaturen und Wartungen während der derzeitigen Nutzung. Das betreffe in erster Linie Fenster und die Heizungsanlage.

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