Tettauer Heimatfest lockt erneut mehrere hundert Besucher

Allein zum Partyauftakt am Freitag zählten die Organisatoren 850 junge Leute. Die Dorffest-Macher wollen am Konzept für Jung und Alt festhalten.

Tettau.

Jana Grosse kümmerte sich diesmal um die Jüngsten, rührte am Sonntagvormittag die Lauge für die Seifenblasen zusammen. "Wir haben viel für die Kinder aufgebaut, zum Beispiel eine große Hüpfburg und einen Sandkasten", sagte die 56-Jährige, die bis 2016 Chefin des Tettauer Dorf- und Heimatvereins war. Der Verein hatte am Wochenende zum 26. Dorffest aufs Gelände hinter der Bauernstube eingeladen. Erneut waren mehrere hundert Besucher gekommen.

Ein neuer Rekord wurde aber am Freitagabend zur sechsten Auflage von "Tettau tanzt" erzielt: 850 junge Leute feierten bis in den frühen Morgen. "Bisher zählten wir zum Auftakt des Heimatfestes zwischen 600 und 700 Partyfans", sagte Grosse, die derweil das Zepter an Daniel Krause übergab. Der Vereinschef hatte es im vergangenen Jahr zum Schützenkönig geschafft. Deshalb wurde er am Sonntagmittag traditionell von Zuhause abgeholt und zum Festgelände gebracht, wo Krause das diesjährige Vogelschießen eröffnete. Neuer Schützenkönig ist der 22-jährige Felix Rockstroh aus Köthel, der den Sieg in der sechsten Runde holte. Zum neuen Kinderschützenkönig wurde Malvine Weigelt gekürt.

"Das Konzept mit einem Mix für Jung und Alt hat sich bewährt", sagte der Vorsitzende. Jeder Helfer wisse zudem genau, was er zu tun hat. "Die drei Partytage sind schon eine Herausforderung", sagte die Vize-Chefin, die eines immer wieder hervorhebt. "Das wird alles ehrenamtlich gemacht", sagte Grosse, die sich täglich auf 50 Helfer verlassen konnte. "Wenn wir nicht die vielen Freiwilligen hätten, könnten wir das dreitägige Fest gar nicht so auf die Beine stellen", sagte Vereinsmitglied Marcel Landgraf. So würden auch die Partner der Vereinsmitglieder kräftig mit anpacken.

Neben dem Vogelschießen gehörte auch das nach einer Pause neu aufgelegte Bierkastenklettern zu den Höhepunkten. Der Spitzenreiter bei den Erwachsenen schaffte es auf 21 Kästen, bei den Kindern waren es 20. Doch auch im Zelt erlebten die Gäste ein buntes Programm. So sorgte am Sonntagvormittag unter anderem der Männerchor Köthel für Unterhaltung. "Wir sind seit vielen Jahren dabei. Die Atmosphäre ist sehr gemütlich. Die Besucher treffen hier Freunde und Bekannte, die sie lange nicht gesehen haben", erklärte Mitstreiter Reik Vogel. Wer nicht im Zelt verweilen wollte, hatte zudem Gelegenheit, die Bilderausstellung "180 Jahre Mühle" in der ortsansässigen Mühle in aller Ruhe zu besichtigen oder einen Abstecher ins Labyrinth des Maisfeldes zu machen.

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