Theater lädt zu Grenzgängen ein

Geboten werden Klassiker wie "Hamlet" und "Drei Schwestern", aber auch Uraufführungen.

Szenen aus der Operette "Die lustige Witwe" gaben einen Vorgeschmack auf die Spielzeit.

Von Ludmila Thiele

Mit zwei "Vorhang auf!"-Veranstaltungen hat das Theater Plauen-Zwickau am Wochenende seine neue Spielzeit in Zwickau vorgestellt. Sie steht unter dem Motto "Grenzgänge" - passend zur Situation, in der sich die Theaterleute befinden. Denn die Generalsanierung des Gewandhauses bringt sie oft an die Grenzen des Machbaren und manchmal auch darüber hinaus. "Aber wie Sie, liebe Theaterfreunde, der neuesten ,Freie Presse'-Ausgabe entnehmen konnten, soll die Sanierung im März 2020 abgeschlossen werden, sodass wir frohen Mutes sind, die Spielzeit 2020/2021 im Gewandhaus eröffnen zu können", verkündete Generalintendant Roland May im Bürgersaal des Rathauses. Bis dahin werde man das vielfältige Programm sowohl im Malsaal als auch in bewährten anderen Spielstätten wie der "Neuen Welt", der Lukaskirche und der Aula der Pestalozzischule präsentieren.

May führte das Publikum durch das Programm, bei dem die Leiter aller vier Sparten des Theaters über die Premieren und Leckerbissen des Repertoires informierten. Dazu gehört der Liederabend "HORCH, was kommt von draußen rein", der für die 900-Jahr-Festwoche kreiert worden war und für so viel Begeisterung sorgte, dass er ab 31. Dezember in das Repertoire in Zwickau aufgenommen wird. "Zum 31. Dezember werden wir leider unser Theater in der Mühle aufgeben müssen und sind auf der Suche nach einer adäquaten Spielstätte, was alles andere als leicht ist. Da wären wir für Vorschläge sehr dankbar", sagte der Generalintendant, der in der neuen Spielzeit als Regisseur für drei Schauspielinszenierungen verantwortlich zeichnet. Präsentiert wurde eine davon: ein Ausschnitt aus dem Schauspiel "Drei Schwestern" von Anton Tschechow.

Die Schauspieler Leonard Lange und Björn-Ole Blunck stimmten auf das Musical "Love me Tender" ein, das am 30. Juni 2019 seine Zwickauer Premiere auf der Freilichtbühne feiern wird. Mit fünf Tänzerinnen und vier Tänzern präsentierte sich das Ballett und zeigte einen Ausschnitt aus dem Tanztheater "Arbeiten! Rausch! Gehirn zerschmettern!" von Ballettdirektorin Annett Göhre über Max Pechstein, das am 2. November im Malsaal uraufgeführt wird. Generalmusikdirektor Leo Siberski begeisterte mit Orchester mit Peter Tschaikowskys 6. Sinfonie, die beim 3. Sinfoniekonzert "Composer's Night" am 8. November in der "Neuen Welt" aufgeführt wird. Zudem präsentierten die Sängerinnen und Sänger ihre nächste Premiere: "Die lustige Witwe" (19. Oktober).

Informationen zur neuen Spielzeit gibt es übrigens auch heute Abend noch einmal: um 19 Uhr im Malsaal beim Stammtisch des Zwickauer Theaterfördervereins.

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