Umgestürzte Bäume und Stromausfall

Das Sturmtief Eberhard hat die Einsatzkräfte der Feuerwehren auf Trab gehalten. Dennoch scheint die Region glimpflich davongekommen zu sein.

Meerane/Glauchau.

Auch in der hiesigen Region hat das Sturmtief Eberhard seine Spuren hinterlassen. Die Wehren waren bis Montagfrüh im Dauereinsatz. In Glauchau stürzte eine Litfaßsäule um, traf ein Auto. Im Ortsteil Rothenbach waren zeitweilig 43 Haushalte ohne Strom. Ein Großteil konnte nach zwei Stunden wieder versorgt werden, teilte Kerstin Raßmann von den Stadtwerken mit. An sechs Häusern an der Rothenbacher Straße wurden die Hausanschlüsse heruntergerissen, sodass die Reparatur dort länger dauerte. "Am Montag, 13 Uhr waren schließlich alle Haushalte wieder am Netz", so Raßmann. Auch ein Einsatzfahrzeug der Glauchauer Wehr wurde beschädigt, als ein Baum gegen das Auto fiel. Und dennoch kamen Personen nicht zu Schaden.

Darüber ist auch der Meeraner Wehrleiter Kai Götze sehr froh, der mit gut 25 Kameraden zu mehreren Einsätzen ausrücken musste. "Das ging schon am Samstagabend los", erklärte Götze. So stürzten von einem Wohnhaus an der Albanstraße mehrere Dachziegel auf Gehweg und Fahrbahn. Dabei sei ein Pkw beschädigt worden. Nach der Sperrung des Bereichs entfernten die Retter mithilfe der Drehleiter lose Ziegel vom Dach. "Wir haben den Vorfall der Bauaufsicht der Stadtverwaltung gemeldet", so der Wehrchef. Am Sonntagabend hatte vor allem ein großer umgestürzter Baum am Westring die Retter gefordert. Und im Ortsteil Waldsachsen kippte eine Baum auf eine Freileitung fürs Straßenlicht, die jedoch nicht riss. Außerdem seien an der Straße Rosenthal ein Dixi-Klo und ein Bauzaun durch die Gegend gewirbelt worden. Nicht zuletzt wurde ein Gartenhaus auf einem Privatgrundstück an der Friedhofstraße aus seinem Fundament gerissen und auf das Nachbargrundstück geschleudert. Laut Rathaussprecherin Heike Hönsch sind inzwischen alle Schäden im öffentlich Bereich der Stadt Meerane erfasst worden. Allein im Wilhelm-Wunderlich-Park seien zehn Bäume umgefallen. Auch im Annapark habe der Sturm gewütet. Zwischen Teich und Kleingartenanlage seien vier Buchen umgestürzt. "Die Einwohner werden um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten", so Hönsch.

Das sieht Steffen Naumann, Dezernent für kommunale Immobilien in Glauchau, ähnlich. "Wir sind noch beim Sichten der Schäden in den Anlagen", so Naumann. "Ich denke, wir sind glimpflich davongekommen." So sei unter anderem an der Lindenstraße ein Baum entwurzelt worden und auf den Zaun der Internationalen Grundschule gefallen. Zudem hatten Sturmböen am Stadttheater eine Dachrinne heruntergerissen. Auch die Waldenburger Wehr war am Sonntag ab 22 Uhr mit der Beseitigung von Sturmschäden beschäftigt. Wegen umgestürzter Bäume rückten die Kameraden zur Langenchursdorfer Straße aus. Aufgrund der Gefahrenlage wurde die Straße gesperrt. Wenig später war ein umgestürzter Baum in der Siedlung Naundorf zu beseitigen.

Glück im Unglück hatte ein 36-Jährige, der mit seinem Auto auf der Achatstraße in St. Egidien unterwegs war. Während der Fahrt flog ein Baum auf die Motorhaube des Pkw. Der Mann blieb unverletzt.

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