Unisex: Stadtrat mit neuer Idee

Statt eines mehrere Hunderttausend Euro teuren Toilettenhäuschen für Glauchau spricht sich Andreas Winkler für eine andere Variante aus. Die hat er, gar nicht weit weg von hier, gesehen.

Glauchau.

Schmölln in Ostthüringen könnte als Vorbild dienen. Dort steht am Bahnhof eine öffentliche Toilette, die sich der Glauchauer CDU-Stadtrat Andreas Winkler auch in der Glauchauer Innenstadt vorstellen kann. "Eine solche Unisex-Modulanlage wäre für den geplanten Toiletteneinbau im Gebäude am Schillerplatz eine Alterbnative", sagt Winkler. Der Zweck, nämlich für die Bürger eine Möglichkeit zu schaffen, ihre Notdurft zu verrichten, sei damit erfüllt. Und: Eine solche Toilette aufzustellen, ist aus Winklers Sicht weitaus billiger, als das denkmalgeschützte ehemalige Toilettenhaus am Schillerplatz zu sanieren und darin eine neue Toilette einzubauen.

Das Vorhaben der Sanierung am Schillerplatz liegt momentan auf Eis, weil der Stadtrat einer Kosten- erhöhung von 70.000 Euro nicht zugestimmt hat. Denn die Gesamtkosten wären auf eine Viertelmillion Euro gestiegen, um eine Toilette für Damen und Herren sowie eine für behinderte Menschen einzubauen. Die Stadt machte die Auftragsvergaben rückgängig. Nach den Worten von Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) will die Verwaltung gemeinsam mit dem Stadtrat eine neue Lösung erarbeiten. Dabei wird schon seit vielen Jahren über eine neue Toilette am Schillerplatz diskutiert. Varianten wurden vorgestellt - hinsichtlich der Größe, Ausstattung und der damit verbundenen Kosten.

Eine Unisex-Anlage, wie sie nun Andreas Winkler vorschlägt, ist ein WC für alle, also unabhängig vom Geschlecht. Im konkreten Schmöllner Fall besteht der Komplex aus einer Toilette für Damen, Herren und behinderte Menschen. Wer von den Männern jedoch ein Problem damit hat, für den befindet sich auf der anderen Seite des kleinen Gebäudes ein Pissoir.

Der Ankauf, die Kosten für das Aufstellen und den Betrieb einer solchen Unisex-Anlage sollten nach Winklers Ansicht den Kosten für das geplante Toilettenhaus am Schillerpark gegenübergestellt werden. Das schließe den Aufwand für die Hygiene ebenso mit ein wie die Diskussion um mögliches Benutzungsentgelt.

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