Unternehmen plant Zwei-Schicht-Betrieb

Solaranlagenbauer Meyer Burger in Hohenstein-Ernstthal hat einen Großauftrag an Land gezogen. Für die Belegschaft hat das Folgen.

Hohenstein-Ernstthal.

Der Solarmaschinenbauer Meyer Burger hat einen Großauftrag unterschrieben. Die Mitarbeiter des Standortes im Gewerbegebiet "Am Sachsenring" in Hohenstein-Ernstthal werden in ihrem Werk die Kernausstattung für eine supermoderne Produktions- linie fertigen. "Mit diesem Auftrag hat sich der Kunde für die aktuell fortschrittlichste industrielle Photovoltaik-Produktionsplattform entschieden, um Solarmodule mit höchster Watt-Leistung herzustellen", hieß es am Dienstag aus dem Unternehmen.

Der Großauftrag hat ein finanzielles Volumen von 74 Millionen Schweizer Franken. Umgerechnet sind das 65 Millionen Euro. Der Hauptsitz des Unternehmens Meyer Burger befindet sich in der Schweiz. Bei dem Auftraggeber handele es sich um ein führendes Solarunternehmen aus Asien. Um welches, wollte das Unternehmen nicht mitteilen. Die Lieferung an das asiatische Unternehmen ab Werk in Hohenstein-Ernstthal beginnt ab dem ersten Quartal 2019. Der Produktionsstart von Zellen und Modulen mit der neuen Anlage aus Sachsen soll dann im Herbst 2019 erfolgen. Meyer Burger ließ verlauten, dass dieser strategisch wichtige Auftrag eines etablierten und renommierten Zell- und Modulherstellers ein "echter Durchbruch" sei. Er bestätige zudem die Technologieführerschaft des Unternehmens.

Am Standort in Hohenstein-Ernstthal arbeiten derzeit 430 Beschäftigte, rund die Hälfte davon in Forschung und Produktion. Der Großauftrag aus dem asiatischen Raum hat Folgen für große Teile der Belegschaft. Sie werden ab kommendem Jahr im Zwei-Schicht-Betrieb arbeiten müssen. "Es gab aber keine negativen Diskussionen", sagte Ulrich Theelen, der Personalchef für die Meyer-Burger-Standorte in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden, am Dienstag zur "Freien Presse". Die Mitarbeiterzahl könne stabilisiert, vielleicht leicht gesteigert werden, so Theelen. Zudem versuche man, den Beschäftigten des Unternehmens mit vielen Dingen entgegenzukommen. Obwohl man nicht tarifgebunden sei, gebe es für die Mitarbeiterinnen Weihnachts- und Urlaubsgeld, jeweils 50 Prozent vom Bruttogehalt.

"Das ist nicht das Einzige", so der Personalchef weiter. Im Unternehmen in Hohenstein-Ernstthal gibt es ein firmeneigenes Fitness-Studio, das gerade von jüngeren Kollegen rege genutzt werde. Firmenyoga wird angeboten. Vor dem Firmensitz steht ein E-Golf, den sich die Mitarbeiter gratis ausleihen können. Meyer Burger bietet seinen Beschäftigten zwei Karenztage im Jahr. Man müsse den Mitarbeitern entgegenkommen, so Theelen.

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