Waldsachsen: Verkehrskonzept fast fertig

Meerane will in Kürze seinen Entwurf mit umsetzbaren Varianten vorstellen. Dabei spielen die Kosten ein wichtige Rolle.

Meerane.

Nicht nur die Einwohner des Meeraner Stadtteils Waldsachsen werden offenbar allmählich ungeduldig. Auch einige Stadträte hakten während der vergangenen öffentlichen Sitzung nach, wie es mit der Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt (alte S 288) weitergeht. Denn seit dem Bau der Ortsumfahrung Waldsachsen (neue S288) atmen die Waldsachsener auf, sie können sich endlich über die seit Jahren geforderte Verkehrsentlastung des eher ländlich geprägten Ortsteils freuen. Und nicht nur das: Sie fordern ein Verkehrskonzept von der Stadtverwaltung, das den Durchgangsverkehr für immer aus dem Ort verbannt.

Wie Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) versprach, soll während einer Herbst-Sitzung des Stadtrates das Gesamtwerk zur Verkehrsberuhigung vorgestellt werden. Und das soll möglichst schon 2020 "festgeklopft werden". Auf Details ging der Bürgermeister aber nicht ein. "Wir haben weitere Ideen gesammelt", fügte Ungerer lediglich an. Er hatte schon während der Einwohnerversammlung im Juli mitgeteilt, dass mehr als 230 Vorschläge von Bürgern im Rathaus eingegangen waren. Demnach hatte sich der größte Teil der Einwohner für automatisch versenkbare Poller stark gemacht. Andere wiederum hatten sich für eine Schranke am Ortseingang oder Tempo 30 in Kombination mit versetzten Grünflächen ausgesprochen.

Somit bleibt es spannend, auf welche Variante sich Einwohner. Stadträte und Stadtverwaltung am Ende einigen. Denn neben der Umsetzbarkeit der jeweiligen Variante spielen nach Darstellung von Ungerer auch die damit verbundenen Kosten eine Rolle. Beides soll der Entwurf der Verwaltung zur Verkehrsberuhigung in Waldsachsen klar herausarbeiten. In dem Zusammenhang kündigte Ungerer weiter an, dass die Herunterstufung der alten S 288 zur kommunalen Straße 2021 erfolgen soll. Letzteres sei mit einem beachtlichen finanziellen Aufwand verbunden. Denn neben der Beseitigung des belasteten Wismut-Schotters soll die Durchfahrt des Ortes ausgebaut werden - also neue Gehwege und barrierefreie Bushaltestellen. Und nicht zuletzt denkt die Stadtverwaltung darüber nach, in Waldsachsen wieder einen Dorfplatz zu bauen.

Die Waldsachsener wünschen sich jedenfalls jene Zeit nicht zurück, als werktags 4200 Fahrzeuge durch den Ort donnerten. Anwohner hatten immer wieder die enge Ortsdurchfahrt ohne Fußweg kritisiert.

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