Wann kommt der Blitzer in die Stadt?

In Meerane soll ein neues Gerät in der Innenstadt aufgestellt werden. Das ist allerdings eine teure Angelegenheit.

Meerane.

Für den Aufbau eines stationären Blitzers auf dem Markt in Meerane gibt es noch keinen Termin. Das Vorhaben wurde bereits vor knapp zwei Jahren, im September 2016, bei der Vorstellung des Verkehrskonzeptes für die Innenstadt im Stadtrat angekündigt. "Die Anschaffung war bisher aus finanziellen Gründen noch nicht möglich", sagt Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) auf Anfrage der "Freien Presse". Er bezifferte die Kosten für ein neues Messgerät auf rund 100.000 Euro. Im Haushaltsplan für 2018 ist dafür allerdings kein Geld eingestellt.

Die Stadt hat die Notwendigkeit für einen stationären Blitzer in der Vergangenheit stets mit der Situation auf dem Markt begründet. Dort gilt Tempo 30. Allerdings würden sich viele Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Das Ziel sei, Fußgängern einen sicheren Überweg zu den Einkaufsmärkten zu ermöglichen.

An anderen Stellen im Stadtgebiet wird die Geschwindigkeit mit einem mobilen Blitzgerät überwacht. Die Technik stellt leihweise ein Unternehmen aus Brandenburg zur Verfügung. Ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes ist bei den Messungen stets mit vor Ort. "Die Zusammenarbeit hat sich bewährt. Der einzige Nachteil ist, dass wir die Einsatztermine mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf planen müssen", sagt Lothar Ungerer. Im Durchschnitt wird die Technik an zwei Tagen pro Woche in Meerane aufgebaut. 2017 wurden 3900 Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren, laut Stadtverwaltung ertappt. "Einnahmen und Ausgaben halten sich die Waage", sagt Ungerer.

Zu den Schwerpunkten gehören - neben dem Markt und der August-Bebel-Straße - unter anderem Guteborner Allee, Hohe Straße und Glauchauer Straße. Lothar Ungerer bedauert, dass die Stadt ihre Technik nur an kommunalen Straßen aufstellen darf. An der Äußeren Crimmitschauer Straße - dabei handelt es sich um eine Staatsstraße - müssen Polizei und Landkreis kontrollieren. Der Abschnitt ist vor allem stadtauswärts eine Rennstrecke. Deshalb fordern Anwohner mehr Kontrollen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...