Warum auf den Stimmzetteln in Waldenburg drei Parteien fehlen

Wahlen 2019: Im Unterschied zum letzten Mal fehlen in Waldenburg die Kandidaten gleich mehrerer Listen. Die Ursachen dafür sind eher peinlicher Natur.

Waldenburg.

CDU, Freie Wähler, Bürgerinitiative für gerechte Kommunalabgaben oder AfD - andere Wahlmöglichkeiten haben die Waldenburger nicht, wenn sie am Sonntag an die Wahlurne treten, um die Mitglieder des künftigen Stadtrates zu bestimmen. Im Unterschied zur vorangegangen Stadtratswahl im Jahr 2014 fehlen diesmal die Wahlvorschläge der Linken, der SPD und der FDP. Das politische Spektrum, das in diesem Jahr zur Stadtratswahl steht, ist für die Einwohner der Töpferstadt eingeschränkt.

Doch woran liegt das? Bei den Linken hatte im Jahr 2014 der Kandidat Herbert Stein 411 Stimmen auf sich vereinen können - das drittbeste Ergebnis von allen Stadtratskandidaten damals. Besser waren nur Jörg Götze mit 650 Stimmen und André Sett mit 424 (beide Freie Wähler). Doch diesmal dürfte das Stimmenpotenzial für die Linken flöten gehen, weil es keinen Kandidaten für den Stadtrat gibt, den man als Parteimitglied oder Anhänger wählen könnte. "Wir haben es versäumt, den Wahlvorschlag fristgerecht einzureichen", sagt der Kreisvorsitzende der Linken, Heiko Döhler, seit Januar dieses Jahres im Amt, gegenüber "Freien Presse". "Es ist ein Fehler unsererseits, mehr gibt es dazu nicht zu sagen", fügt er hinzu.


Doch die Linken sind nicht die einzigen, denen so ein Missgeschick in Waldenburg unterlief. Auch bei der SPD gab es Terminschwierigkeiten, wie der von den Sozialdemokraten nominierte Sebastian Winter, der im Jahr 2014 bereits für die SPD kandidiert hatte, einräumt. "Ich wollte schon kandidieren, aber es gab zeitliche Probleme mit meinen Wahlunterlagen", sagt Winter. "Nun lege ich mein Augenmerk auf die Bürgermeisterwahl in drei Jahren", fügt er hinzu. Doch bis dahin vergeht noch viel Zeit.

Deutlich formuliert es Katrin Ritter, Hauptamtsleiterin im Rathaus Waldenburg und Vorsitzende des dortigen Gemeindewahlausschusses: "Die Wahlvorschläge von SPD und Linken sind nicht termingerecht eingereicht worden, also können sie auch nicht berücksichtigt werden." Alle anderen Wahlvorschläge seien innerhalb der vorgeschriebenen Frist, die am 21. März abgelaufen war, eingereicht worden.

Bei der FDP liegt der Fall anders. "Wir haben in Waldenburg keinen Stadtratskandidaten motivieren können und deshalb auch niemanden nominiert", sagt der Kreisvorsitzende der Liberalen, Nico Tippelt. Zur letzten Stadtratswahl im Jahr 2014 stellte die FDP zwei Kandidaten auf. Zur Kreistagswahl tritt für die FDP mit Björn Kießling ein Kandidat aus Waldenburg an. Ebenso stehen Herbert Stein (Linke) und Sebastian Winter (SPD) auf der jeweiligen Liste ihrer Partei zur Kreistagswahl.

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