Warum die Stadt den alten Gasthof Döhler gekauft hat

Der Ortschaftsrat von Reinholdshain hatte sich ein Dorfzentrum vorgestellt. Doch jetzt gibt es andere Pläne.

Reinholdshain.

Die Reinholdshainer Senioren, die zur diesjährigen Weihnachtsfeier wollen, müssen ausweichen. Denn das gemütliche Beisammensein findet in Niederlungwitz, im dortigen Kirchgemeindehaus statt. In Reinholdshain gibt es keinen geeigneten Saal. Dabei hatte sich der Ortschaftsrat überlegt, ob man nicht irgendwie den ehemaligen Gasthof Döhler an der Reinholdshainer Ringstraße nutzen kann. So etwas wie ein kleines Dorfzentrum haben sich die Ortschaftsräte vorgestellt. Doch die Stadt Glauchau hat das gesamte Gelände um den Gasthof gekauft. Das ist zwar schon fast zwei Jahre her, erregt die Gemüter in der Glauchauer Ortschaft aber noch immer.

Während der Ortschaftsratssitzung wurde nun Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) zum aktuellen Stand befragt. Um es vorweg zu nehmen, Zahlen nannte der Oberbürgermeister nicht. Nur so viel: "Es war kein Vorhaben, das im Haushalt steht, das habe ich entschieden." Und diese Entscheidung hat das Stadtoberhaupt verteidigt. Der Kauf des ehemaligen Gasthofes und weiterer Flächen drumherum sei notwendig gewesen, um das neue Feuerwehrgerätehaus zu sichern. Zwar ist noch nicht klar, ob das gegenüber dem Gasthof stehende jetzige Gerätehaus erweitert wird oder ein kompletter Neubau an Ort und Stelle erfolgt, aber weitere Flächen werden gebraucht, sagte Dresler. Neben dem Feuerwehrgerätehaus - dafür haben die Vorplanungen begonnen - spiele auch die geplante Sanierung der Oberen Straße in Reinholdshain eine Rolle. Die Stadt müsse, um die Entwässerung zu verbessern, ein Regenrückhaltebecken errichten. Auch dafür würden laut OB eigene Flächen gebraucht. Den ehemaligen Gasthof selber wolle die Stadt zum Verkauf ausschreiben.

Der Reinholdshainer Ortsvorsteher Lothar Spohn regte an, dass die Stadt in einer der nächsten Sitzungen des Ortschaftsrates die Zahlen, die beim Kauf des alten Gasthofes eine Rolle spielten, auf den Tisch legt. Das sicherte der Oberbürgermeister zu. Dezernent Steffen Naumann, der für die städtischen Immobilien zuständig ist, soll diesen Part in einer nichtöffentlichen Sitzung übernehmen.

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