Was verbirgt sich hinter diesen Bildern?

Nur 24 Zuschriften sind zum Juni-Fotorätsel eingegangen. Alle Antworten waren richtig. Heute gibt es eine neue Rätselnuss.

Meerane.

Das Fotorätsel vom Juni war schwer zu lösen. Der Ausschnitt des Wandbildes, der abgebildet war, gehört zum Skulpturenpark an der Meeraner Poststraße. Immerhin 24 Leser haben die Rätselnuss geknackt. Dass der Skulpturenpark nicht nur in Meerane bekannt ist, zeigt sich daran, dass neben Lesern aus dieser Stadt auch elf Zwickauer, drei Glauchauer, ein Wilkau-Haßlauer und eine Frau aus Bad Berka die Lösung wussten.

Der Skulpturenpark befindet sich auf einem ehemaligen Palla-Gelände. Das große Wandbild entstand 2013 zum Thema "Jugendsubkultur in der DDR". Der Meeraner Künstler Tasso alias Jens Müller hat es mit weiteren zehn Künstlern aus Ostdeutschland geschaffen. Er sagte nach der Fertigstellung des Kunstwerkes: "Wir hatten von Anfang an nicht vor, ein gefälliges Bild zu schaffen." Er möchte, dass sich die Leute Zeit nehmen, das Bild zu betrachten und die Motive mit eigenen Erinnerungen und Empfindungen vergleichen. "Es ist durchaus gewollt, dass sie einige Details gut finden und andere eben nicht." Er selbst erinnerte sich damals daran, wie er selbst als Punker und Grufti gegen den Staat rebellierte. "Die DDR fand ich nicht so übel. Andererseits habe ich gesehen, wie viele Dinge schief liefen und mich machtlos gefühlt. Deshalb wollte ich zeigen, dass ich anders bin, dass ich nicht zu diesem Staat gehöre und mich abgrenzen möchte", sagte er.

Im Skulpturenpark stehen unter anderem Kunstwerke zum Thema "Stress", die Tännichtschüler 2012 unter Anleitung des Bildhauers Silvio Ukat aus Glauchau gefertigt haben. 2016 wurde die Plastik "Zuwendung" des Chemnitzer Künstlers Armin Forbig (1937-2007) auf dem Areal aufgestellt.

Lore Hüfner aus Meerane findet das Wandbild cool. Und der Flüchtling Dyaa Kassouma, der in Meerane lebt, schreibt, dass der Skulpturenpark zu seinen Lieblingsorten zählt. In der Anlage ist 2017 sein Musikvideo mit den Meeta-Girls entstanden. "Der hohe Aufwand hat sich gelohnt. Das Wandbild war ein richtig geiler Hintergrund für das Video", sagt er. Sein Integrationspate Udo Friedrich ergänzt: "Mein 1964er-Ford Falcon Convertible hat es das erste Mal in ein Musikvideo geschafft. Die Sozialarbeiterin Rebecca Klukas beeindruckt in dem Film mit ihrer Stimme."

Aus allen Zuschriften sind drei Gewinner gezogen worden: Kerstin Petermann aus Meerane, Monika Stake aus Glauchau und Horst Müller aus Zwickau. Herzlichen Glückwunsch. Die Gewinner werden schriftlich informiert.

Heute gibt es eine neue Rätselnuss. Die "Freie Presse" fragt: Welche Einrichtung im Altkreis Hohenstein-Ernstthal verbirgt sich hinter diesen Fassadenbildern? (mit tgo/so)

Einsendungen bitte bis 31. Juli an die Lokalredaktion der "Freien Presse", Hauptstraße 13 in 08056 Zwickau, oder per E-Mail schicken. Mit seiner Einsendung erklärt sich jeder Teilnehmer einverstanden, dass sein Name und Wohnort im Auswertungsbeitrag in der "Freien Presse" print und online genannt werden dürfen. Nach Abschluss des Gewinnspiels werden alle Karten und Briefe vernichtet und die E-Mails gelöscht. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

Leseraktion-westsachsen@freiepresse.de

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