Wekal sucht dringend Nachwuchs

Der im Gewerbegebiet "Am Auersberg" ansässige Maschinenbauer begeht ein Jubiläum. Zum Feiern bleibt aber nicht viel Zeit. Die Firma muss sich schnell neuen Märkten anpassen.

Lichtenstein/St. Egidien.

In der 100-Mann-Firma Wekal (die Buchstaben stehen für die einstigen Firmengründer Weber, Eifert, Kaiser, Albers, Lenz) wird am heutigen Samstag gefeiert. Das Unternehmen begeht in einem großen Festzelt mit Mitarbeitern und geladenen Gästen seinen 25. Geburtstag.

Zwar wurde Wekal bereits 1993 gegründet. "Damals haben wir mit dem Bau auf der grünen Wiese begonnen. Ein Jahr später konnte die Produktion beginnen, wir hatten die ersten Kunden. Deshalb feiern wir also 2019 unseren 25.", erklärt Prokurist Peter Kretschmer (56). Allzu viel Zeit zum Feiern bleibt indes nicht. Das Unternehmen mit kontinuierlich rund 10 Millionen Euro Umsatz jährlich muss sich veränderten Marktbedingungen anpassen.

Torsten Kleditzsch

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Wekal stellt Produktionslinien für die Autoindustrie her (zum Beispiel Förderbänder, Be- und Entladeeinrichtungen), hat Kunden in der ganzen Welt. Einer heißt VW. "Wir stellen unter anderem Palettensysteme, Kettenförderer und Rollenbahnen her", so Kretschmer. Die gehen zum Beispiel nach China, Österreich und Frankreich. Doch die Getriebefertigung der Autoindustrie ist rückläufig, ungefähr um ein Drittel, so Kretschmer. Dafür sind Elektroautos im Kommen. So müssen auch die Technologien, die Wekal entwickelt und herstellt, auf die Kunden und deren neue Produkte zugeschnitten werden. Prokurist Kretschmer: "Das ist ein gleitender Prozess. Bisher mussten wir durch diese Entwicklung keine Einbrüche hinnehmen." Dazu will das Unternehmen auch Zielgruppen außerhalb der Autoindustrie, zum Beispiel in der Verpackungsmittelindustrie und in der Gerätetechnik erreichen.

Gedanken machen muss sich aber auch Katja Roder (45), die Personalchefin der Firma. Immer aufmerksamer schaut sie auf das Renteneintrittsalter mancher Mitarbeiter. Seit 2015 gehen immer mehr Kollegen in den Ruhestand. "Das Durchschnittsalter liegt inzwischen bei 45 Jahren", sagt Katja Roder. So wird die Suche nach neuen Mitarbeitern verstärkt. Aber sie ist schwer. "Wir könnten sofort Elektromonteure oder Steuerungstechniker einstellen", so die Personalchefin. Auch freie Lehrstellen gibt es noch. Am 1. August beginnt das neue Lehrjahr. Aber jeweils zwei Zerspanungsmechaniker und Industriemechaniker werden da noch gesucht.

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