Welche Gaststätte befindet sich in diesem Fachwerkhaus?

75 Zuschriften sind zum September-Fotorätsel eingegangen. Zwei davon waren falsch. Heute gibt es eine neue Rätselnuss.

Glauchau.

Die ungewöhnlich geformte Brücke, die die Zwickauer Mulde überspannt, steht am Rande des Glauchauer Ortsteils Wernsdorf. Diese Rätselnuss haben 73 Leser geknackt. 27 davon sind Glauchauer. Aber auch 22 Zwickauer wussten Bescheid. Darüber hinaus kamen richtige Zuschriften aus Mülsen, Kirchberg, Langenweißbach, Oberlungwitz, Wilkau-Haßlau, Lichtenstein, Callenberg, Meerane und Neukirchen. Sogar Leser aus Chemnitz, St. Ingbert und Martinroda lösten das Fotorätsel. Eine Leserin tippte auf Wolkenburg und eine weitere auf die Drachenschwanzbrücke in Ronneburg. Beide lagen damit falsch.

Annette Rudolph aus Glauchau macht darauf aufmerksam, dass die "ungewöhnlich geformte Brücke" eine günstige Verbindung von Wernsdorf nach Schlunzig und Niederschindmaas ist. "Sie wird von vielen Wanderern und Radfahrern sowie für den Glauchauer Herbstlauf genutzt", so die Glauchauerin. Zu jenen, die die Muldeüberquerung oft passieren, gehört Achim Tröger aus Zwickau. "Eine wunderschöne Brücke ob der geschwungenen Kontur der Fahrbahn", so sein Urteil. Die ehemalige Wernsdorfer Ortsvorsteherin Elke-Gudrun Heber schreibt, dass ihr das Fotorätsel ein Schmunzeln entlockt habe, vor allem der originelle Blickwinkel. "So hatte ich ,meine' Brücke noch nicht gesehen, aber Herr Kretschel hat den besonderen Blick." Sie berichtet, dass sich der Kampf um diese neue Brücke über viele Jahre hinzog. "Letztendlich blieb von der früher von Autos genutzten Muldequerung nur eine Fußgänger- und Radwegbrücke. Aber ich will nicht mehr hadern. Unsere ,Muldenwelle ist schon was Feines, vor allem Seltenes."

Familie Nitzsche aus Glauchau hat zum Fotorätsel neben der richtigen Lösung auch einen Auszug aus der Wernsdorfer Chronik mitgeschickt, der auf einer Infotafel neben der Brücke steht. In diesem wird die Bauzeit der ersten Brücke für die Jahre 1866 bis 1906 angegeben. Das Bauwerk bestand aus Holz. Bis 1930 verrichtete es seinen Dienst. Danach wurde eine "schlaff bewehrte Betonbrücke mit Stahlträgerüberbau errichtet. Diese überquerte nun die Muldenaue auf 114 Metern Länge, bestand aus acht Betonpfeilern und zwei im Damm befindlichen Widerlagern", heißt es in der Chronik. 1954 hatten sich dann eine in Zwickau weggespülte Holzbrücke und Treibgut unter Teilen des Überbaus der Muldebrücke verkeilt, die dadurch teilweise einstürzte. Sie wurde allerdings wieder aufgebaut, hielt dem Hochwasser 2002 noch stand. Doch beim Hochwasser 2013 wurde sie so in Mitleidenschaft gezogen, dass eine weitere Reparatur nicht wirtschaftlich gewesen wäre.

Elke Dahl aus Meerane informiert, dass das Ingenieurbüro Setzpfand aus Weimar die neue Brücke konstruiert hat und dafür den Thüringer Staatspreis für Ingenieurleistungen verliehen bekam. Die im Sommer 2017 übergebene Spannbandbrücke ist gut 115 Meter lang. Sie entstand aus 39 Fertigteilen, die auf ein Ponton verladen und mittels Kran montiert wurden. Die Gründung des Bauwerkes wurde mittels Spundwänden ausgeführt. Beide Widerlager sind rückwärtig mit drei Ankerlagen zu je fünf Verpressankern rückverankert. Die Anker reichen bis zu 36 Meter ins Erdreich hinein, heißt es auf der Infotafel neben dem Bauwerk. Laut Stadtverwaltung Glauchau lagen die Kosten bei etwa 1,5 Millionen Euro. Innerhalb des Wiederaufbauprogramms nach dem Hochwasser kam die Summe zu 100 Prozent als Fördergeld von Bund und Land.

Aus allen richtigen Zuschriften sind drei Gewinner gezogen worden: Renate Dierig aus Glauchau, Kerstin Kirrbach aus Glauchau und Reinhard Falke aus Oberlungwitz. Die Gewinner werden schriftlich informiert.

Heute gibt es eine neue Fotorätselnuss. Die "Freie Presse" fragt: Welche Gaststätte befindet sich in diesem Fachwerkhaus? Und: In welchem Ort im Altkreis Hohenstein-Ernstthal befindet es sich? (mit sto)

Einsendungen bitte bis zum 31. Oktober an die Lokalredaktion der "Freien Presse", Hauptstraße 13 in 08056 Zwickau, oder per E-Mail schicken. Mit seiner Einsendung erklärt sich jeder Teilnehmer einverstanden, dass sein Name und Wohnort im Auswertungsbeitrag der "Freien Presse" print und online genannt werden dürfen. Nach Abschluss des Gewinnspiels werden alle Karten und Briefe vernichtet und die E-Mails gelöscht. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

Leseraktion-westsachsen@freiepresse.de

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