"Wenn es klappt, reisen wir mit dem Schiff an"

Norman Pilling, Fanbeauftragter der Eispiraten Crimmitschau, hat nach dem gelungenen Sonderzug-Projekt schon wieder neue Ideen

Crimmitschau.

Die Anhänger des Eishockey-Zweitlisten Eispiraten Crimmitschau haben mit einem Sonderzug, der nach Deggendorf gerollt ist, für Aufsehen gesorgt. Sie denken nun bereits über das nächste ungewöhnliche Fortbewegungsmittel nach. Holger Frenzel sprach mit Norman Pilling (24) von der Fangemeinschaft "Red Action Crimmitschau" (kurz: RAC).

Freie Presse: Sie waren mit einem Autokonvoi in Bayreuth, mit einem Buskonvoi in Kassel und zuletzt mit einem Sonderzug in Deggendorf. Welches besondere Fortbewegungsmittel wählen die Eispiraten-Fans in der nächsten Saison, Herr Pilling?

Norman Pilling: Wir haben dazu zumindest schon etwas im Hinterkopf. Wenn es klappt, gehen wir in der Saison 2019/20 vielleicht vor einem Auswärtsspiel mal auf das Wasser und reisen mit einem Schiff an. Wir stecken hier aber noch in den Kinderschuhen.

522 Fans waren am 30. Dezember mit dem Sonderzug in Deggendorf. Wie fällt - auch mit etwas Abstand - das Fazit der Initiatoren aus?

Durchweg positiv. Es gab keine Zwischenfälle, nichts Negatives. Im Partywagen herrschte auf der Hin- und auf der Rückfahrt eine wahn- sinnige Stimmung. Wir mussten sogar die Getränkevorräte in Deggendorf auffüllen.

Trotzdem die Nachfrage: Was hätte vielleicht besser laufen können?

Da fällt mir höchstens die Phase der Anmeldungen im Vorfeld ein. Wir hatten mitgeteilt, dass wir bis Ende Oktober mindestens 400 Zusagen benötigen, um den Zug bestellen zu können. Da gab es einige nervenaufreibende Tage, die wir uns gern erspart hätten. Bei vielen Fans ist die Entscheidung erst sehr spät gefallen.

Volle Auslastung, ausgezeichneter Getränkeverkauf: Gibt es einen finanziellen Überschuss?

Ja. Wir hatten im Vorfeld mit einer Vollauslastung kalkuliert. Durch die Einnahmen im Catering können wir das Sonderzug-Projekt mit einem positiven Ergebnis abschließen. Wir wollen das Geld unter anderem verwenden, um weitere Fan-aktionen zu finanzieren.

Was bedeutet so ein ausverkaufter und gelungener Sonderzug für den Eishockey-Standort Crimmitschau?

Der Eishockey-Standort lebt. Im Sonderzug waren viele Generationen. Kinder, die sechs oder sieben Jahre alt sind. Daneben saßen Rentner. Das zeigt den Zusammenhalt und das Interesse an gemeinsamen Aktionen. Aus meiner Sicht ist auch ein gewisser Stolz zu spüren, da die Fans aus Crimmitschau und Umgebung wieder etwas Besonderes auf die Beine gestellt haben.

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