Wer wird Landrat?

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Landrat Scheurer, der aus dem Amt scheidet, sitzt auf gepackten Koffern. Und die fünf Kandidaten vor dem entscheidenden Urnengang am Sonntag auf heißen Kohlen. Nach einem kräftezehrenden Wahlkampf scheint alles gesagt.

Oder doch nicht? Natürlich ist noch lange nicht alles gesagt. Am Sonntag zum krönenden Abschluss hat der Wähler das letzte Wort, der unberechenbare Punktrichter. Die Kür eines Kandidaten kann noch so glanzvoll gewesen sein - am Ende steht er womöglich mit leeren Händen da. Reichlich 250.000 Menschen im Landkreis in 33 Kommunen und 294 Wahlbezirken können ihre Stimme abgeben. Zum ersten Wahlgang vor drei Wochen haben das nicht einmal 40 Prozent getan. Es wird befürchtet, dass die Wahlbeteiligung diesmal noch weiter nach unten rutscht. Auch wegen der Urlaubszeit erscheint das wahrscheinlich. Was im Moment aber keiner so recht weiß: Wem der fünf Kandidaten würde das helfen, wem schaden?

Aber am späten Abend ist man immer schlauer. Dann wird sich gezeigt haben, wer die meisten seiner Wähler aus dem Haus ins Wahllokal gelockt hat. Vielleicht Dorothee Obst von den Freien Wählern, die im Wahlkampf oft mit ihrem alten Trabi auf Achse war? Oder CDU-Kandidat Carsten Michaelis, der Mann, der seinen Endspurt in Meerane hingelegt hat, dort, wo AfD-Kandidat Andreas Gerold sein Zuhause hat? Vielleicht hat auch Jens Juraschka von der SPD Sympathiepunkte gesammelt, der sich im Wahlkampf mit einem Parteifreund rumärgern musste? Und dann gibt es auch noch Jens Haustein von der Basis, der dem einen oder anderen Mitbewerber vielleicht noch ein paar Stimmen abluchsen könnte.

Aber es kann nur eine(n) geben.

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