Bündnis für Demokratie fordert reden statt hetzen

Erklärung zu Ereignissen von Chemnitz im Internet veröffentlicht

Von Sven frommhold

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region hat sich am Mittwoch auf seiner Internet- und Facebook-Seite zur Bluttat gegen einen 35-jährigen Deutschkubaner und zwei Begleiter und zu den nachfolgenden Ereignissen in Chemnitz geäußert. Man sei entsetzt über den tragischen Tod von Daniel H., heißt es in der Erklärung der Beiratsmitglieder. "Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden. Ihnen wünschen wir viel Kraft für die Zeit der Trauerbewältigung." Die jungen Männer waren von zwei mittlerweile in Haft sitzenden Asylbewerbern mit Messern attackiert worden - nach einem dritten wird gefahndet.

Gleichzeitig verurteilt das Bündnis die Instrumentalisierung des Verbrechens durch Pro Chemnitz und verschiedene rechtsextreme Gruppierungen für "fremdenfeindliche Stimmungsmache". Die Bilder und Videoaufnahmen von den Demonstrationen zeichneten eine Situation, bestehend aus Hass und Gewalt gegenüber Menschen, die nicht in die Weltanschauung der Rechtsextremen passen. Das sei furchtbar und gefährde ein friedliches und respektvolles Zusammenleben aller. "Wir befürworten alle Aktivitäten, die deutlich machen, dass rechtsextremes, fremdenfeindliches und rassistisches Gedankengut keinen Platz in unserer Gesellschaft haben", schreibt der Bündnisbeirat. Reden statt hetzen sei das Gebot der Stunde, "denn Gewalt und Rassismus sind keine Alternativen."

Im Zwickauer Demokratiebündnis sind unter anderem alle größeren Parteien außer der AfD, Vereine, Gewerkschaften, Kulturstätten und andere Einrichtungen aus mehreren Orten Westsachsens, Kirchen, Hochschule, Stadt Zwickau und Landrat vertreten - insgesamt rund 60 Mitglieder und Kooperationspartner.

0Kommentare Kommentar schreiben