Zu wenig Besucher: Bauernmarkt beendet

Die Veranstaltung ist erst im Frühjahr wiederbelebt worden. Nun ist die Reihe komplett abgesagt - wegen mangelnder Nachfrage. Warum, darüber rätseln die Händler und Stadt.

Waldenburg.

In Waldenburg klappt das, da war sich Rainer Gutte sicher. Im März wurde der traditionelle Bauern- und Handwerkermarkt auf dem Freiheitsplatz wiederbelebt. Zwei Jahre lang war die Veranstaltung schlecht beziehungsweise gar nicht gelaufen. Der Callenberger Gutte, der eine Käseräucherei betreibt, war einer der Initiatoren für die Neuauflage. Als die Stadt Waldenburg als Veranstalter ins Boot kam, schien einem Erfolg nichts mehr im Weg zu stehen. Sechs Märkte von bis September waren geplant. "Ich bin guter Dinge", sagte Gutte vor ein paar Monaten.

Nun hat die Stadt Waldenburg mitgeteilt, dass die restlichen Märkte im Juli, August und September entfallen. "Mit Bedauern haben wir festgestellt, dass die Veranstaltung nicht so angenommen wurde, wie wir und die Händler es sich gewünscht hätten", sagte Nadine Salzbrenner vom Waldenburger Tourismusamt. So sei das Format für keine Partei rentabel. Im Juni, nach dem jüngsten Markt, sei die Entscheidung gefallen, die übrigen drei Märkte ausfallen zu lassen. Woran es gelegen hat? "Wir können es uns nicht erklären", so Gutte. Fehlende Werbung sei es jedenfalls nicht gewesen. "Flyer, Plakate, Presseankündigung - alles war da." Bereits der Start im März stand unter keinem guten Stern. Eine Kältewelle hatte noch einmal frostiges Wetter gebracht. "Aber im April war es deutlich besser, trotzdem wir hatten nicht mehr Besucher", sagt Gutte. Für die Händler ist die Fortsetzung eines schlecht besuchten Marktes eine wirtschaftliche Frage. "Es steckt viel Zeit und Arbeitskraft drin. Wenn da am Ende der Betrag nicht stimmt, sagen viele, dass sie es sich nicht mehr leisten können."

Einige Händler hatten das Ende auch bedauert und wären noch geblieben. "Aber der Markt funktioniert nur, wenn ein breites Angebot da ist", sagt Gutte. Gute Ratschläge habe es im Nachhinein natürlich einige gegeben. War der Ort richtig ausgewählt? Zu wenig musikalisches Rahmenprogramm? "Wir waren in den Jahren vor der Pause auch am Freiheitsplatz, das wurde angenommen. Und es wurde alles mit Händlern abgesprochen."

Ob es nächstes Jahr noch einmal versucht wird? Nadine Salzbrenner schließt das nicht aus. "Vielleicht sind es auch zu viele Marktveranstaltungen gewesen", sagt sie. Denn der Basilikum-und der Töpfermarkt gehören ebenfalls fest in den Waldenburger Kalender. Rainer Gutte: "Wenn die Stadt mich fragt, werde ich offen sein."

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