Zum Jubiläum soll Friedhof mehr als Trauerstätte sein

Der Förderkreis will die Anlage auch als Park erlebbar machen. Dem Gottesdienst am Sonntag folgt ein Festprogramm Mitte September.

Meerane.

Am Sonntag ist es so weit, das Jubiläum des Meraner Friedhofes steht an. Mit einem Waldgottesdienst werden die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen des Friedhofes eröffnet. Denn auf den Tag genau vor 150 Jahren wurde nach den Worten von Peter Ohl der Friedhof geweiht. Er engagiert sich mit zahlreichen Mitstreitern im Förderkreis Friedhof Meerane.

Das Anliegen des Förderkreises sei es, den Friedhof nicht nur als reine Begräbnisstätte, sondern vielmehr als Ort erlebbar zu machen. Dazu trage das Jubiläum natürlich bei. Doch der Waldgottesdienst, der um 14 Uhr beginnt und dem sich eine Ausstellung im Rundgang der neuen Halle anschließt, ist nur der Beginn der Feierlichkeiten. Denn vom 14. bis 16. September wird das 150-Jährige mit einem Festprogramm begangen. Es beginnt am 14. September um 18 Uhr mit einem Vortrag "Trauern mit Kindern" vom Hospizverein Erzgebirgsvorland. Einen Tag später gibt es ab 13 Uhr Ausstellungen und Besichtigungen der Hallen, geführte Rundgänge über den Friedhof - auch für Kinder - sowie Vorführungen der Gärtner und Steinmetze zum Mitmachen. Darüber hinaus wird eine Festschrift zum Jubiläum präsentiert. 17 Uhr gibt es Musik. Der Gospelchores Colours of Soul mit Rebecca Klukas gibt ein Konzert. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet ein Festgottesdienst.

Der Friedhof wurde nach den Worten von Peter Ohl schon bei seiner Gründung 1868 bewusst parkähnlich angelegt. "Und mit seinen beiden architektonisch wertvollen Hallen (1873 und 1914) besitzt Meerane einen Schatz, in dessen Erhalt sich inzwischen hunderte von Bürgern und etliche Firmen eingebracht haben", fügt er hinzu. Der Förderkreis wurde im Mai 2011 gegründet, damals stand das 100-jährige Bestehen der Neuen Halle an, das im Jahr 2014 zu begehen war. Erste Pläne sahen damals vor, zu diesem Zeitpunkt die Halle saniert zu haben. Doch erst im Jahr 2015 konnte mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden, weil anfänglich keine Fördermittel bewilligt wurden. Ein zweiter Bauabschnitt folgte 2016/17. Derzeit wird die Innensanierung vorbereitet.

Der Förderkreis hat nach den Worten von Peter Ohl mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit diesen besonderen Denkmalcharakter den Bürgern bewusst gemacht. "Jetzt feiern wir das mit der Bürgerschaft", sagt Peter Ohl.

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