125 Jahre Dorfschule Langenchursdorf ganz im Stillen

Langenchursdorfer Schule fiel 2006 der Kahlschlagpolitik zum Opfer - Einst gebaut für 42.000 Mark

Langenchursdorf.

Am 4. September 1895 ist nach nur 14 Monaten Bauzeit das neue Schulgebäude der Langenchursdorfer Schule in Betrieb genommen worden. Das "125-Jährige" wäre quasi ganz im Stillen an den Langenchursdorfern vorbeigegangen. Denn als Schule dient das Gebäude schon lange nicht mehr, seit der Ort im Jahr 2006 den Schulstandort eingebüßt hat. Gemeinderat René Fleischer, der im Chronik-Arbeitskreis Langenchursdorf mitwirkt, hat sich des Themas jetzt noch einmal im Amtsblatt der Gemeinde angenommen. In seinem geschichtlichen Abriss zeigt er unter anderem auf, dass der Bau des Schulhauses gegenüber der Kirche damals 42.000 Mark gekostet hat. Nur vier Lehrer unterrichteten 327Schüler. Und ein Lehrer verdiente damals 1000 Mark im Jahr. Fleischer hat noch mehr ausgegraben. Damals war es üblich, dass die jüngeren Schüler die Schule vormittags besuchten und die älteren erst am Nachmittag anrückten. Fleischer beschäftigte sich nicht nur mit der wechselvollen Geschichte im 20.Jahrhundert, sondern auch mit der Kahlschlagpolitik in der Schullandschaft nach der Wende und dem Millennium, der auch die Langenchursdorfer Schule schließlich zum Opfer fiel. (hpk)

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