Am Montag ist wieder Mondtag

Am frühen Morgen ist ein besonderes Himmelsschauspiel zu sehen. Ein Oberlungwitzer Fotograf hat ein Faible für Mond-Fotos und verrät, wie spezielle Aufnahmen gelingen.

Oberlungwitz.

Am Montagmorgen gibt es wieder eine Mondfinsternis. Der freischaffende Fotograf Markus Pfeifer wird wieder versuchen, das Himmelsereignis auf besondere Weise zu fotografieren. Denn nur den rotbraun verfinsterten und "Blutmond" genannten Erdtrabanden allein, will er nicht ablichten. "Durch weitere Bildelemente versuche ich einen Ortsbezug zu schaffen oder die Motive lebendiger zu machen", erzählt der 39-Jährige Oberlungwitzer. Bei der letzten Mondfinsternis im vergangenen Juli hat das nur bedingt geklappt. Als der "Blutmond" aufging, war der Himmel vielerorts von Wolken verhangen. Erst später gab es einige Lücken und es entstanden Bilder, die den teilweise verfinsterten Mond hinter einen beleuchteten Windrad zwischen Gersdorf und Bernsdorf sowie hinter einem der Turmkreuze auf der Oberlungwitzer St.-Martins-Kirche zeigten.

Für ungewöhnliche Mondmotive ist aber nicht zwangsläufig eine Mondfinsternis nötig. Denn der Himmelskörper lässt sich auch sonst gut in Szene setzten, vor allem kurz nach dem Aufgang oder kurz vor dem Untergang. Denn wenn er eher flach über dem Horizont steht, können beispielsweise Menschen auf einer Anhöhe positioniert werden und stehen dann anscheinend im Mond. Dafür ist aber aufwendige Fototechnik nötig, denn mindestens 600 Millimeter Brennweite sollte das Objektiv der Kamera schon haben. Damit die Größenverhältnisse stimmen, müssen die Menschen weit weg vom Fotografen stehen. "Bei der Familie im Mond waren es vielleicht 300 Meter. Anweisungen habe ich dann per Handy gegeben", erklärt Markus Pfeifer. Ohne Stativ klappen solche Fotos auch nicht, denn die Gefahr von Verwacklungen ist viel zu groß.

Eine weitere Herausforderung ist das Wetter, denn wenn sich plötzlich Wolken vor den Mond schieben, ist jede noch so ausgeklügelte Idee hinfällig. Als Markus Pfeifer einmal den Sachsenring-Turm mit seinem beleuchteten Logo vor dem Erdtrabanten fotografieren wollte, ging am späten Abend die per Zeitschaltung gesteuerte Beleuchtung aus - wenige Minuten bevor der Mond hinter dem Turm erschien. Wo und wann der Mond aufgeht und welche Bahn er Himmel zieht, lässt sich mithilfe von Internetseiten oder Handyapps ermitteln. (erki)


Gut drei Stunden Schauspiel

Die Wettervorhersagen für Montagmorgen sind gut. In Mitteldeutschland ist es mit etwas Glück wolkenlos. Die Kälte sorgt dafür, dass die Luft nur wenig flimmert. Das Himmelsschauspiel ist in westlicher Richtung zu beobachten und beginnt kurz nach 4.30 Uhr, wenn sich der Mond langsam in den Erdschatten bewegt. Ab etwa 5.45 Uhr befindet er sich für eine Stunde im Schatten und erscheint als "Blutmond". Anschließend wird er wieder heller und das Spektakel ist gegen 7.45 Uhr vorbei. (mpf)

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