Am Pfaffenberg kreischt die Säge

Rund 50 Bäume werden derzeit auf dem Pfaffenberg gefällt. Dem Wald schadet das aber nicht.

Hohenstein-Ernstthal.

Mitarbeiter des städtischen Bauhofes waren in den vergangenen Tagen als Waldarbeiter aktiv. Mit eigener Technik, aber auch geliehenen Spezialmaschinen fällten sie Bäume auf dem Pfaffenberg und im Bereich seiner Zufahrt oberhalb der Dresdner Straße. Die Bäume wurden von den Bauhofleuten auch zersägt und abtransportiert. Das Holz wird von der Stadtverwaltung selbst verwendet oder verkauft.

Doch das ist nicht der Hintergrund der Fällaktion, wie Uwe Kemter aus dem Grünflächenamt der Stadtverwaltung erläutert. "Es geht um die Verkehrssicherungspflicht. Bei den Bäumen ist die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet", erklärt Kemter. Manche Bäume seien krank, bei anderen sorgt der natürliche Absterbeprozess dafür, dass Äste oder irgendwann auch ganze Bäume auf die Straße oder Wege fallen könnten. Im Vorfeld hatte der Staatsbetrieb Sachsenforst die städtischen Waldflächen in Augenschein genommen und die Bäume markiert, von denen eine Gefahr ausgehen könnte. Ursprünglich sollte laut Kemter dann eine Spezialfirma die Fällarbeiten übernehmen. Da es aber aufgrund des milden und schneearmen Winters bisher im Bauhof in Sachen Winterdienst weniger zu tun gibt, wurde entschieden, eigene Mitarbeiter in den Wald zu schicken.

Ersatzpflanzungen sind für die gefällten Bäume nicht nötig. Denn der Wald sorgt selbst für Ersatz, was viele natürlich nachgewachsene Jungbäume im Pfaffenberggebiet zeigen. Bei Fällarbeiten von Einzelbäumen, egal ob auf städtischen Flächen oder auf privaten Grundstücken, sind Ersatzpflanzungen dagegen wichtig für den Erhalt von Lebensräumen, als Schattenspender und für gute Luft.


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