Ballon landet am Sachsenring

Ein gemächliches, aber nicht minder spektakuläres Manöver gab es am Montagabend in Hermsdorf zu sehen.

Der Heißluftballon landete unweit vom Sachenring, im Hintergrund links die besico-Tribüne.

Ein spektakuläre Landung hat der Ballonfahrer Jan Wagner am Montagabend am Sachsenring hingelegt. Der 49-Jährige ist in 18 Jahren als Pilot schon zu 1400 Ballonfahrten aufgestiegen. Die Gegend um den Sachsenring kennt er bestens. "Ich gehe dort gern runter. Der Berg sperrt dem Wind den Weg ab, so lässt sich die Geschwindigkeit besser verringern. Da kann man komfortabel landen." Während der Fahrt nach dem Start im Chemnitztal erreichte der Ballon bei leichtem Wind aus Nordost bis zu 22 Knoten.

Mit seinen sieben Passagieren passierte das Luftfahrzeug Limbach-Oberfrohna, den Grünaer Wald, Pleißa, den Totenstein. Vor der Landung auf einem Feld in Hermsdorf  streifte der Korb fast die Bäume. Im Jargon der Ballonfahrer wird das als "Baumspitzenkitzler" bezeichnet. Die anschließende Taufe der Passagiere wurde nicht auf freiem Feld vollzogen, sondern erst im Büro der Firma Ballonfahrten Chemnitz am späten Abend. Dort bekam jeder Teilnehmer seinen Adelstitel.

Der Korb ist mit vollen Gasflaschen übrigens 550 Kilogramm, die Ballonhülle 230 Kilogramm. Sie fasst 6000 Kubikmeter Luft. Erhitzt wird die Luft in der Hülle mit einem Doppelbrenner. Dieser leistet fünf Megawatt. Die Hülle muss immer nach 100 Stunden komplett auf Schäden kontrolliert werden. (hpk)

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